Bürger können mitdiskutieren

Für die Erweiterung der Schulanlage Schwarzenbach gibt es drei Varianten. Zwei davon sehen einen Neubau vor, die dritte eine Aufstockung des Pavillons. Am 2. November findet ein Infoanlass statt.

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Wegen der steigenden Schülerzahlen muss die Schulanlage Schwarzenbach erweitert werden. (Bild: pd)

Wegen der steigenden Schülerzahlen muss die Schulanlage Schwarzenbach erweitert werden. (Bild: pd)

SCHWARZENBACH. Die Schülerzahlen in Schwarzenbach werden in den nächsten Jahren weiter steigen. So erwartet die Schulgemeinde im Sommer 2017 eine Erhöhung von sieben auf acht Primarklassen, zwei Jahre später soll es sogar neun Primarklassen geben. Um das entstehende Raumproblem zu bewältigen, hat ein 25köpfiges Think Tank in den letzten Monaten drei mögliche Varianten entwickelt.

Bei den ersten zwei Varianten ist jeweils ein Neubau nötig, wobei die Plazierung der Baukörper unterschiedlich ist. Die Alternative wäre die Aufstockung des heutigen Pavillons.

Neubau Nordost für 15 Millionen

Angrenzend an den Fussballplatz kann ab Sommer 2017 eine neue Turnhalle erstellt werden. Nach dem Abbruch der bestehenden Turnhalle wäre Platz für ein neues, dreistöckiges Schulhaus mit Raum für neun Klassen, angrenzend an die Turnhalle. Eine Urnenabstimmung über diese Variante muss spätestens bis Ende 2016 durchgeführt werden, da mit einer Bauzeit von Sommer 2017 bis Sommer 2019 gerechnet wird. Den heutigen Pavillon könnte man bis zum Ende der Bauzeit beibehalten. Das Projekt würde ungefähr 15 Millionen Franken kosten.

Die andere Neubauvariante wäre, ein neues, dreistöckiges Schulhaus mit Raum für neun Klassen angrenzend und parallel zur Schulstrasse zu erstellen. Die Bauzeit beträgt hier mindestens 18 Monate. Vorgängig müsste der Pavillon zum «Schulgarten» versetzt werden, abgesehen davon wäre aber kein Provisorium nötig. Eine Kostenschätzung sei noch nicht vorhanden, teilt der Gemeinderat mit.

Anlässe im Oberstufenzentrum

Bei beiden Neubauvarianten soll auf eine Bühne bei der neuen Turnhalle verzichtet werden. Die für grössere Anlässe nötige Infrastruktur gehört nach Auffassung des Gemeinderates ins Oberstufenzentrum. Bei beiden Varianten bliebe eine grosszügige Fläche für die Aussenraumgestaltung. Diese soll längerfristig als Begegnungs-, Bewegungs- und Spielplatz gestaltet werden.

Aufstockung des Pavillons

Auch möglich ist der Weiterbetrieb des Schulhauses aus dem Jahr 1970 mit Turnhalle. Dabei müsste in Kauf genommen werden, dass die laufenden Reparaturen dauernd zunehmen. So muss beispielsweise die Heizung ersetzt werden. Um den nötigen Schulraum für zwei zusätzliche Klassen zu schaffen, müsste der heutige Pavillon um einen Stock erhöht werden. Dazu liegt laut der Gemeinde noch keine Kostenschätzung vor. Der heutige Pavillon für zwei Klassen kostete rund 600 000 Franken. Ein Kredit für eine Pavillonaufstockung müsste an der Bürgerversammlung 2016 oder spätestens 2017 erteilt werden.

Am Infoanlass vom Montag, 2. November, 19.30 Uhr, kann die Bevölkerung in der Aula des Oberstufenzentrums über die Varianten diskutieren. (red.)