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Bühne am Gleis in Wil: Grosses Engagement für Kleinkunst

Seit bereits zwölf Jahren gibt es in Wil den Verein Bühne am Gleis. Michael Fischer war von Anfang an mit dabei.
Rosa Schmitz
«Ohne Rolf» eröffneten die jüngste Saison der Bühne am Gleis. (Bild: PD)

«Ohne Rolf» eröffneten die jüngste Saison der Bühne am Gleis. (Bild: PD)

Ein neues Jahr, ein neues Programm. Am Samstag, 26. Oktober, begann auf der «Bühne am Gleis» an der Churfirstenstrasse 5 in Wil die Spielsaison 2019/20 – mit der Aufführung «Seitenwechsel» von Ohne Rolf. «Wir sind sehr zufrieden mit dem Start und freuen uns auf eine gute Saison», sagt Michael Fischer, Vereinspräsident von Bühne am Gleis. Er ist stolz darauf, dass das Programm so reibungslos läuft.

Im September 2007 wurde die Kultur-Werkstatt, in der Räume an verschiedenen Kursleiter vermietet werden, eröffnet – auf Initiative von Fischer. «Ich habe über Umwege von einem leerstehenden Gebäude in der Bahnhofsregion gehört», sagt er. Bei einem Augenschein war für ihn klar, dass es eine Liegenschaft war, in der seine Visionen Wirklichkeit werden könnten: «Einen Ort schaffen, in dem durch das Zusammenspiel von Musik, Bewegung und Gestaltung zwischen den Menschen kreative Prozesse in Gang gesetzt werden.» Nach einer aufwendigen Sanierung der baufälligen Liegenschaft wurde sie mit einem zweitägigen Fest eingeweiht. Dabei traten auch darstellende Künstler auf. «Sie fanden sehr guten Anklang bei den Gästen», sagt Fischer.

Turnhallenteppich als Bodenschutz

Die positive Erfahrung habe die Gründungsmitglieder motiviert, das Publikum regelmässig zu Kleinkunstproduktionen einzuladen. Der Verein Bühne am Gleis, der seinerseits in der Kultur-Werkstatt eingemietet ist, wurde 2008 ins Leben gerufen. Ein «totaler Glücksfall» war für Fischer, dass er damals das komplette Equipment eines anderen Theaterbetriebs kaufen konnte: Vorhänge, Lampen, Beleuchtungsmaterial. Die Bühne selbst aber musste das Aufbauteam jeweils vor jedem Auftritt zusammenzimmern. Mit Europaletten von der Landi und mit Schaltafeln einer Wiler Bauunternehmung. Um den Boden im Saal zu schonen, transportierte Fischer, der zu dieser Zeit als Lehrer in Bronschhofen tätig war, jeweils einen grossen, schweren Turnhallenteppich mit seinem VW-Bus von einer Schule zur Kultur-Werkstatt. Seitdem hat sich einiges getan. «Heute geht vieles einfacher», sagt Fischer. «Mittlerweile sind wir eingespielt, die Handgriffe sitzen, alle sind mit voller Begeisterung dabei.» Ausserdem seien die Grundausstattung und das Grundangebot ausgebaut worden.

Das bewährte Konzept der Bühne am Gleis kommt weiterhin gut an. Die Kriterien, nach denen der Mix zusammengestellt wird, haben sich in der mittlerweile zwölfjährigen Geschichte der Kleinkunstbühne nicht verändert. «Wir nehmen pro Saison zwei bis drei Veranstaltungen als sichere Werte ins Programm auf, von denen wir wissen, dass sie beim Publikum gut ankommen werden. Zwei bis drei weitere Bühnenproduktionen sollen auch etwas innovativ und herausfordernd sein», sagt Fischer. Und auch auf ein einigermassen ausgewogenes Geschlechterverhältnis bei den Künstlern wird Wert gelegt.

Besucherzahlen sind leicht steigend

Im Weiteren sind auch darstellerische Produktionen aus der Region fixe Programmpunkte, alle zwei Jahre bestreiten etwa die Wiler Poeten einen Anlass. «Uns ist es wichtig, dass die auftretenden Künstler verschiedene kreative Disziplinen miteinander vernetzen, Musizieren soll beispielsweise mit Tanz kombiniert werden», sagt Michael Fischer erklärend.

Dennoch müsse die Chemie stimmen, damit alles klappt. Im Grossen und Ganzen habe die Bühne am Gleis mit allen Künstlern ein gutes Einvernehmen. Dies liege nicht zuletzt daran, dass man sich Mühe gebe, gute Konditionen zu bieten. «Wir sind nicht distanziert professionell, sondern unkompliziert familiär», sagt Fischer. Auch finanziell steht die «Bühne am Gleis» auf gesunden Beinen. Sie kann auf ein grosses Stammpublikum zählen und die Besucherzahlen sind seit Jahren leicht steigend. «Wir haben im Durchschnitt 65 Besucher pro Vorstellung», sagt Fischer. Bei bekannteren Akteuren kann das Publikum sogar auf rund 110 Personen ansteigen.

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