BRUNNADERN: Heute legen die Arbeiter los

Der Umbau des Bahnhofs Brunnadern-Neckertal geht in die letzte Etappe. Jetzt werden die Haltestelle für die Postautos und die Parkplätze neu gestaltet. Im Herbst sollten die Arbeiten beendet sein.

Martin.knoepfel@toggenburgmedien.ch
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Der SOB-Bahnhof Brunnadern-Neckertal. Dort, wo das rote Auto steht, wird der Buswendeplatz beginnen. (Bild: Martin Knoepfel)

Der SOB-Bahnhof Brunnadern-Neckertal. Dort, wo das rote Auto steht, wird der Buswendeplatz beginnen. (Bild: Martin Knoepfel)

Martin Knoepfel

martin.knoepfel@toggenburgmedien.ch

Heute beginnt die letzte Etappe beim Umbau des Bahnhofs Brunnadern-Neckertal der Südostbahn (SOB). Es geht jetzt um die Parkplätze für die Autos, Velos und Motorfahrräder, um die Bushaltestelle und um die ­Toiletten. Vorgestern Mittwoch informierten Bauleiter Manfred Guntlin und Pressesprecherin Ursel Kälin an Ort und Stelle über den Bau. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der SOB, welcher das Land gehört, und der Politischen Gemeinde Neckertal, die mehr als die Hälfte der Baukosten übernehmen wird.

Am nördlichen Ende des Platzes, also in Richtung Necker, wird es eine kleine Grünanlage mit Bäumen geben. Daran südlich anschliessend werden die Parkplätze für die Autos und ein Unterstand für Motorfahrräder erstellt. Die Parkplätze werden mit einer Leitplanke von 1,2 Metern Höhe vom Gleis abgetrennt. Die Vertreter der Südostbahn betonen, dass das Überklettern der Leitplanken illegal ist.

Wartehäuschen für Buspassagiere

Südlich anschliessend an den Parkplatz folgt der Wendeplatz für die beiden Postautolinien, welche von Herisau beziehungsweise von Krinau nach Brunnadern fahren. Der Wendeplatz wird eine Betonplatte erhalten.

Der Wendeplatz brauche sehr viel Raum, da beide Buslinien hier endeten und da die Busse fürs Wenden nicht mehr die Gegenfahrbahn benutzen dürften, sagt Manfred Guntlin. Man geht davon aus, dass die beiden Postautolinien auch in Zukunft nicht zu einer einzigen Linie zusammengehängt werden.

Die Postautos werden an einem ungefähr dreieckigen Perron halten. Für die Passagiere wird es ein Wartehäuschen geben. Die Haltestellenkanten werden gemäss Manfred Guntlin ungefähr so hoch ausgeführt wie am Bahnhof Wattwil, damit man bequem in die Postautos einsteigen kann. Vorgesehen ist sodann ein Automat, an dem man Getränke und Snacks erwerben kann.

Eine Toilette wird behindertentauglich

Südlich des Übergangs zum Perron kommen das WC-Häuschen mit je einer Herren- und Damentoilette und ein Unterhaltsraum für die Bahn zu liegen. Die Damentoilette wird rollstuhlgängig ausgeführt. Südlich des Toilettenhäuschens, in Richtung Wasserfluh-Tunnel, bleibt der Abladeplatz für die SOB erhalten.

Der Velounterstand wird doppelstöckig ausgestaltet. Die Velofahrer werden laut Manfred Guntlin von einem Mechanismus, der mit Federn arbeitet, unterstützt, wenn sie ihre Zweiräder im oberen Stock parkieren. Der Veloständer und die Unterstände seien standardisierte Elemente, hiess es.

Die Bauarbeiten sind in Etappen aufgeteilt. Als erstes stehen die Werkleitungen auf dem Bauprogramm. Unter anderem muss die Wasserleitung vom Pumpwerk Necker nach Lichtensteig – in dem Bereich, in dem früher das Bahnhofgebäude von Brunnadern-Neckertal stand – erneuert werden. Ab dem 2. August folgen die Arbeiten am neuen Buswendeplatz. Die Postautos nach Herisau und Dietfurt-Krinau müssen deshalb während zweier Monate wieder am alten Standort halten. Das bedeutet für die Buspassagiere längere Wege beim Umsteigen auf die Bahn.

Wenn der Buswendeplatz fertig ist, folgt der Bau der Parkplätze. Die Parkplätze für die Autos wurden laut Manfred Guntlin mit Absicht gegen den Necker hin angelegt, weil man so die Wege für die Bahnpassagiere, die vom oder aufs Postauto umsteigen, kurz halten kann. Die Parkplätze werden mit Verbundsteinen ausgeführt. Ihre Zahl soll laut Manfred Guntlin beim Umbau nicht verringert werden. Sie habe keine negativen Reaktionen auf den Abbruch des Bahnhofgebäudes erhalten, sagte Ursel Kälin. Die Baubewilligung für die letzten Bauvorhaben sei letzte Woche eingetroffen, weil die Behandlung des Baugesuchs beim Kanton lange gedauert habe.

Die Autoparkplätze bleiben gratis

Die Baukosten belaufen sich auf 1,65 Millionen Franken, wobei in dieser Zahl die Mehrwertsteuer sowie der Abbruch und der buchhalterische Restwert des Bahnhofgebäudes eingeschlossen sind. Die Politische Gemeinde Neckertal hat an der Bürgerversammlung vom November 2016 mit dem Budget 2017 einen Gemeindebeitrag in der Höhe von 850000 Franken an die Baukosten genehmigt. Dabei handelt es sich um eine Schätzung mit einer Genauigkeit von 30 Prozent nach oben und nach unten.

Die Gemeinde Neckertal bezahlt unter anderem den Bau und den Winterdienst der Parkplätze. Deshalb bleibt das Parkieren in Brunn­adern gratis. Die Gemeinde übernimmt ebenfalls die Kosten für die Unterstände für Velos, E-Bikes und Motorfahrräder, während die SOB unter anderem das Toiletten- und das Unterhaltsgebäude bezahlt.