BRUDER KLAUS: Zum Jubiläum «mehr Ranft» für alle

An der 21. Mitgliederversammlung des Freundeskreises Kloster Magdenau bildeten die Ausführungen von Generalvikar und Bruder-Klausen-Kaplan Pater Josef Rosenast den Höhepunkt. Er wünscht die Ernennung zum «Heiligen Ehepaar von Flüe».

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«Die Zahl Sieben scheint Bruder Klaus begleitet zu haben», sagte der Pater Josef Rosenast. 1417 geboren und am 21. März 1487 gestorben, 2017 – exakt 70 Jahre nach seiner Heiligsprechung 1947 – gefeiert, anlässlich der 600-Jahrfeierlichkeiten nach wie vor verehrt und von konservativen ebenso wie fortschrittlichen Zeitgenossen gern zitiert. Designierte Ziele des Jubiläumsträgervereins sind die Verankerung im Kollektivwissen der Schweizer Bevölkerung und selbstverständlich auch über die Landesgrenzen hinaus. Einzig religiöse Aspekte scheinen beim Schutzpatron der Schweiz, Einsiedler, Asket und Mystiker Niklaus von Flüe zu kurz gegriffen.

Ein bewusste Erinnerungen an das Leben und Wirken von Niklaus von Flüe sowie an die zeitlosen Werte, die er verkörpert – beispielsweise Bescheidenheit, Toleranz, Eigenverantwortung Offenheit und Gemeinsinn – gehören ebenso dazu wie die entsprechenden Denkanstösse, die zu einer zeitgenössischen Auseinandersetzung mit besagten, tiefgreifenden Werten im persönlichen Leben inspirieren.

Zudem soll das Gedenken mit Hilfe eines vielseitigen, kreativen, attraktiven und nicht zuletzt würdevollen Rahmenprogramms Begegnung und Dialog ermöglichen. Niklaus von Flüe soll für alle zugänglich werden. Dies dank Förderung des Austausches, sowohl innerhalb der ganzen christlichen Glaubensgemeinschaft als auch ausserhalb.

Pater Josef Rosenast würzte seinen Vortrag mit viel Herzblut und einer gehörigen Portion Humor, was eineinhalb Stunden wie im Flug vergehen liess. Sein fundiertes Hintergrundwissen begeisterte dabei genauso wie die eine oder andere Anekdote. Gemäss der vom Jubilar gelebten Überzeugung «Gemeinsinn ist wichtiger als Eigennutz» betonte der Bruder-Klausen-Kaplan die tragende Rolle von Ehefrau Dorothe, ohne deren Einverständnis Niklaus von Flüe den göttlichen Visionen wohl nie gefolgt wäre. Analog dazu wünscht sich der Generalvikar die Ernennung zum «Heiligen Ehepaar von Flüe» und will sich dafür einsetzen.

Christine Gregorin

redaktion@wilerzeitung.ch