Bronzener Lohn für harte Arbeit

Pablo Brägger, der Bronzemedaillengewinner an der Kunstturn-Europameisterschaft in Montpellier, wurde dort, wo er aufgewachsen ist, in Oberbüren, gebührend empfangen. Es war ein Fest mit allem Drum und Dran.

Zita Meienhofer
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Gross und klein kam von nah und fern, um dem Bronzemedaillengewinner aus Oberbüren zu gratulieren. (Bilder: Zita Meienhofer)

Gross und klein kam von nah und fern, um dem Bronzemedaillengewinner aus Oberbüren zu gratulieren. (Bilder: Zita Meienhofer)

OBERBÜREN. «Es ist mega cool, dass so viele Leute heute abend extra wegen mir gekommen sind», freut sich ein strahlender Pablo Brägger. Exakt eine Woche war vergangen, seit der 23jährige Kunstturner für seine Übungen am Boden die Bronzemedaille erhalten hatte. Bis das letztlich feststand, wurden die Nerven – vor allem von seinem Umfeld – auf die Folter gespannt. Brägger war auf Platz 3, als ein Konkurrent nochmals seine Übung turnen durfte und sich prompt vor Brägger klassierte. Wegen Übertretens verlor dieser Punkte und Pablo Brägger stand definitiv auf dem Siegerpodest.

Edelstein der Kunstturnszene

Eine Woche später nun darf er geniessen, sich daran freuen, dass sich so viele mit ihm freuen. Der Pablo-Brägger-Fanclub mit seiner Schwester Martina an der Spitze hatte zum Empfang geladen und sein Götti Kosmas Brühwiler – Moderator und Stimmungskanone – sorgte dafür, dass es ein Fest wurde mit allem Drum und Dran. Die Gratulanten kamen, und es waren nicht wenige. Schriftlich liessen ihm der oberste Sportminister der Schweiz, Ueli Maurer, gratulieren, ebenso Regierungsrat Stefan Kölliker. Bruno Strub, Präsident des Trainingszentrums Fürstenland, er, der Pablo Brägger seit klein auf kennt, freute sich ausserordentlich über den Erfolg. Ebenso tat dies Andrea Taverna, Gemeindepräsident von Oberbüren. Er beschrieb Brägger als wertvollen Edelstein in der Kunstturnszene, hob seine Bescheidenheit, sein Zielstrebigkeit hervor und liess den Fanclub nicht unerwähnt. Der Fanclub, der dem Schweizer Fernsehen etliche Sendeminuten wert war, da er lauthals agierte.

Auf dem Weg zum nächsten Ziel

Simone Eigenmann vom STV Oberbüren, jenem Verein, in dem Brägger seine ersten turnerischen Schritte tat, und Jürg Litscher vom St. Galler Turnverband stellten sich ebenfalls in die Reihe der Gratulanten. Für eine Überraschung sorgte die Akrobatengruppe aus Niederwil, die Akronis. Ehrgeizig und zielstrebig gab sich Pablo Brägger von klein auf in die Kunstturnszene ein. Hart, sehr hart, hatte er arbeiten müssen, um nun dort zu sein, wo er jetzt ist. Sehr bescheiden und äusserst sympathisch trat er am Samstag vor die Menge – ebenso seine Familie. Der Bronzemedaillengewinner stellte sich mit Jung und Alt auf Fotos, gab Autogramme – war schlichtweg einfach «dä Pablo». Am Montag ist er wieder in Magglingen, am Trainieren für sein nächstes und grösstes Ziel – die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro.

Wo immer auch Pablo Brägger einen Wettkampf bestritt, war auch Götti Kosmas Brühwiler am Ort und unterstützte ihn lautstark.

Wo immer auch Pablo Brägger einen Wettkampf bestritt, war auch Götti Kosmas Brühwiler am Ort und unterstützte ihn lautstark.

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