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BRONSCHHOFEN: Wenn die vier Wände des Chefs zum Tollhaus werden

Das Theater Bronschhofen feierte eine gelungene Premiere mit der Komödie «Bisch sicher?». Es ist immer wieder erstaunlich und schön zugleich, wie kleine Theatergruppen auch komplexe Stücke auf die Bühne bringen.
Gespaltene Persönlichkeiten: «Häuptling» Jürg Forrer als Hugo Klotz und die «mehrdeutige» Sekretärin Uschi Kägi, alias Angela Scherrer. (Bild: Roland P. Poschung)

Gespaltene Persönlichkeiten: «Häuptling» Jürg Forrer als Hugo Klotz und die «mehrdeutige» Sekretärin Uschi Kägi, alias Angela Scherrer. (Bild: Roland P. Poschung)

Das «Stelldichein mit Apéro» bei der Premiere von «Bisch sicher?» des Theaters Bronschhofen, dies das 16. Bühnenwerk seit 2002, war eine willkommene Gelegenheit, Freunde und Bekannte aus dem Dorf wieder zu sehen oder Gäste zu einem vergnüglichen Theaterabend mit Essgenuss einzuladen.

Mit grossem Engagement, viel Kreativität und Charme setzte sich das ganze Ensemble – auf der Bühne und hinter der Kulisse – seit den Vorbereitungen, die im November 2017 starteten, für das Werk von Rolf Brunold und Peter Kaufmann ein. Dies trotz Probebehinderungen wegen der Grippewelle, die sogar bei der Premiere bei einzelnen Protagonisten nachwirkte. In drei Akten entstand steigernd ein turbulentes «Wer mit wem, warum gerade auf diese Art und wieso dermassen kindisch?».

Schon zu Beginn und vor jedem neuen Akt kam das «Ansage-Girl» (es erinnert an die Nummerngirls im Zirkus) mit der plakativen Ankündigung und dem insgeheim angedeuteten Prozess, der folgen sollte, jedoch erst später Schritt für Schritt manches deutlich machte. Aber man musste hier schon aufmerksam sein, ehe das Finale die Auflösung der Abläufe aufdeckte und für Verblüffung sorgte.

Nicht immer musste man sich an die Originalvorlage des Stücks halten. Originell die zahlreichen, sehr kurzen musikalischen Anspielungen als thematische Überleitungen wie Polo Hofers «Kiosk», Hazy Osterwalds «Kriminaltango», «Money» aus dem Cabaret-Musical, Peter Kraus mit «Sugar Baby» oder die Filmmelodie aus «Winnetou». Geschickt nahm Ruth Keller, die für die Regie verantwortlich zeichnete und ergänzend in der Rolle als Schwester vom Unternehmer Hugo Klotz agierte, aktuelle witzige Seitenhiebe in die Textpassagen auf – gegen Donald Trump, Paris Hilton oder Harry Hasler. Allein schon diese beiden Gestaltungselemente machten die humorvolle Kreativität bei der künstlerischen Umsetzung deutlich. Aber auch die Leistungen der Laiendarstellenden waren eindrücklich. Innert weniger Wochen haben sie viel Text auswendig gelernt. Manche, so vor allem Jürg Forrer als Tyrann Hugo Klotz und Paul Künzli als Herbie, durften sich in ihren tragenden Rollen dann kindisch ausleben. Bodo Kaiser als Hugos Schwager spielte gierig-böse und in einer doppelten Art und Weise mit, mal Ehemann, dann als Liebhaber von Klotz-Sekretärin Uschi Kägi, alias Angela Scherrer, die erstmals mitspielte sowie mit Sexappeal aufwartete und manche Männeraugen (auch im Publikum) verführte.

In weiteren Rollen gefielen Susanne Gebert (Ehefrau Judith Klotz; neu dabei/bekannt von Bühne70), Rolf Studerus (Jonas Klotz), Ronya Sieber (Jonas Freundin Anja) und Samuel Ruegg (Herr Grau).

Roland P. Poschung

redaktion@wilerzeitung.ch

Hinweis

Die drei weiteren Aufführungen: 7./9./10. März, jeweils um 20 Uhr im Kulturraum des Schulhaus Obermatt, Bronschhofen.

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