BRONSCHHOFEN: Besser gerüstet für schnellen Einsatz

Im Zuge der Weiterentwicklung der Armee werden am Standort Bronschhofen künftig mehr Fahrzeuge und Material gelagert und bewirtschaftet. Auch Bauvorhaben gibt es. Sie sind aber noch nicht spruchreif.

Ursula Ammann
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Einst von der Schliessung bedroht, spielt Bronschhofen künftig eine wichtige Rolle bei der Mobilmachung der Truppen. (Bild: Hans Suter)

Einst von der Schliessung bedroht, spielt Bronschhofen künftig eine wichtige Rolle bei der Mobilmachung der Truppen. (Bild: Hans Suter)

Ursula Ammann

ursula.ammann@wilerzeitung.ch

Die Zukunft des Standorts Bronschhofen galt einst als gefährdet. Im Stationierungskonzept der Armee von 2005 gab es Anzeichen für eine Schliessung.

Im Herbst 2013 hiess es dann aber, das VBS wolle den ehemaligen Armee-Motorfahrzeugpark (AMP) als Aussenstelle des Logistikcenters Hinwil auch in Zukunft beibehalten. Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Armee (WEA) (siehe Infokasten) kommt Bronschhofen punkto Mobilmachung eine wichtige Rolle zu. Grundsätzlich ändere sich die Funktion des Standortes Bronschhofen zwar nicht, sagt Armeesprecher Daniel Reist. «Es werden Fahrzeuge und Material der Armee gelagert, funktionsbereit gehalten, für die Dienstleistungen bereitgestellt und danach wieder zurückgenommen.» Allerdings hätten ab dem 1. Januar 2018 diverse militärischen Formationen, für die in Bronschhofen Einsatzmaterial gelagert werde, eine erhöhte Bereitschaft. «Entsprechend werden am Standort Bronschhofen mehr Fahrzeuge und Material gelagert und bewirtschaftet», so Reist.

Material innerhalb weniger Stunden abholen

Laut dem Armeesprecher können Truppen im Ereignisfall innerhalb weniger Stunden nach Auslösung der Mobilmachung in Bronschhofen das Material fertig zusammengestellt abholen und in den Einsatz gehen. In der normalen Lage – also im WK – werde dieses rasche Ausrüsten trainiert. Die prompte logistische Unterstützung sei ein wesentlicher Bestandteil der Mobilmachung. Auf die Frage, ob es für die Zivilbevölkerung spürbare Veränderungen gibt, sagt Daniel Reist: «Im Alltag nicht.» Im Ereignisfall wäre jedoch ein erhöhtes Truppenaufkommen zu erwarten.

Zur Optimierung der Infrastruktur sind am Standort Bronschhofen auch Bauvorhaben geplant. «Diese sind aber noch nicht spruchreif und werden erst Anfang der 2020er-Jahre in die Immobilienbotschaft einfliessen», sagt Daniel Reist. Und wie sieht es mit Personalausbau aus? Infolge Umbaus der Logistik wurden zwischen 2004 und 2010 total 1800 Stellen abgebaut. Auch Bronschhofen traf es. Anfang 2006 zählte die Aussenstelle noch 70 Angestellte und 15 Lehrlinge. Derzeit arbeiten 43 Angestellte am Standort Bronschhofen. «Wir gehen heute davon aus, dass sich diese Grössenordnung in naher Zukunft nicht verändern wird», sagt Reist.

Weiter bildet die Armee in Bronschhofen sechs Lernende aus. Dies in den Berufen Automobilmechatroniker, Logistiker und Fachmann Betriebsunterhalt.