BRAUNAU/WUPPENAU: Windpark sorgt für neuen Widerstand

Die geplanten Windräder im südlichen Thurgau bewegen nun die Politik. In einer Motion wird eine klare Regelung betreffend Abstand zu Häusern gefordert.

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Die Windräder werden immer grösser, weshalb nun 41 Thurgauer Grossräte gesetzliche Vorschriften fordern. (Bild: Benjamin Manser)

Die Windräder werden immer grösser, weshalb nun 41 Thurgauer Grossräte gesetzliche Vorschriften fordern. (Bild: Benjamin Manser)

Zehnmal so gross wie das Windrad soll der minimale Abstand zu Häusern sein. Dies fordern der Braunauer Gemeindepräsident David Zimmermann und der Wuppenauer alt Gemeindeammann Hanspeter Gantenbein in einer Motion, die von 39 weiteren Grossräten unterzeichnet worden ist. Will heissen: Ist ein Windrad 200 Meter hoch, darf in einer Umgebung von zwei Kilometern kein Haus stehen. «Für die Erstellung von Windkraftanlagen fehlen noch gänzlich die gesetzlichen Grundlagen in der kantonalen Gesetzgebung», schreiben die beiden Motionäre. Obwohl die Rotorblätter in den vergangenen Jahren immer grösser geworden seien, gelte noch immer eine Verordnung aus dem Jahr 1986. Mit dieser sogenannten «H10»-Regel würde sich der Thurgau dem Bundesland Bayern angleichen, wo eine solche Bestimmung im November 2014 eingeführt worden ist. «Um klare ­Rahmenbedingungen für die Erstellung von Windkraftanlagen festlegen zu können, ist es zwingend notwendig, dass minimale Abstände zu Bauten kantonal festgelegt werden», wird in der Motion gefordert.

Auf dem Hügelzug zwischen Braunau und Wuppenau sind bis zu fünf Windräder geplant. Der Widerstand ist jedoch gross, obwohl sich die Stimmbürger, das Parlament und die Regierung wiederholt für erneuerbare Energien ausgesprochen hatten.

 

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch