BRAUNAU: Ungewiss ist, ob Jeremy Seewer kommt

Nach sieben Jahren Unterbruch findet in Braunau im Gebiet Riethüsli wieder einmal ein Motocross-Anlass statt. OK-Präsident Urs Ulli schaffte es auf Anhieb, Schweizer Meisterschaftsläufe durchführen zu können.

Urs Nobel
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Mit Andy Baumgartner aus Romanshorn trifft der aktuelle Leader in der Schweizer Meisterschaft in Braunau an. (Bild: PD)

Mit Andy Baumgartner aus Romanshorn trifft der aktuelle Leader in der Schweizer Meisterschaft in Braunau an. (Bild: PD)

Die Wetterprognosen sind zwar gut, doch weiss niemand, wie sich das Wetter während des ersten Inter-Motocross in Braunau präsentieren wird. Auch weiss niemand, ob der aktuell beste Motocross-Fahrer der Schweiz, der Thurgauer Jeremy Seewer, die Gelegenheit wahrnimmt und in Braunau an den Start geht. Auf der Nennliste für die Swiss MX Open befindet er sich jedenfalls noch nicht.

OK-Präsident Urs Ulli geht nicht davon aus, dass sich Seewer noch kurzfristig nachmelden wird, obwohl dessen Bruder in die Planung der Veranstaltung mit eingebunden ist und Jeremy Seewers nächstes WM-Rennen erst eine Woche später im belgischen Lommel stattfindet. «Sollte Jeremy jedoch als Zuschauer nach Braunau kommen – und das kann ich mir gut vorstellen –, versuche ich ihn zu einer spontanen Autogrammstunde zu motivieren», sagt Urs Ulli.

Blick auf den Favoritenkreis

Egal, ob Seewer startet oder nicht, spannende Rennen sind auch mit den gemeldeten Fahrern garantiert. Die beiden KTM-Fahrer Andy Baumgartner aus Romanshorn und Yves Furlato aus Amlikon-Bissegg werden um jeden Meter kämpfen und versuchen, den Sieg für sich zu beanspruchen. Auf der Position des Spielverderbers befindet sich der Libinger Cyrill Scheiwiller mit seiner Yamaha. Der Toggenburger, der zwar mittlerweile in Obfelden wohnt, hat vergangene Woche in Broc überraschend hinter Baumgartner den zweiten Rang eingefahren und gesellt sich somit in Braunau zum Favoritenkreis.

In der nicht weniger spannenden Kategorie MX2 müsste einiges passieren, wenn der Pokal in der Ostschweiz bliebe. Der Welsche Kevin Auberson führt die Meisterschafts-Zwischenrangliste deutlich an. Nichtsdestotrotz gilt es auf den Kawasaki-Fahrer Robin Scheib­len aus Bürglen oder den KTM-Fahrer Pablo Zablonier aus Ri­ckenbach bei Wil zu achten, die in den vergangenen Tagen im Gegensatz zu den Konkurrenten aus den anderen Landesteilen der Schweiz in Braunau einige Streckenabschnitte bereits befahren durften und somit gewisse Vorteile haben.

Nico Seiler will auf die Zähne beissen

Besonders gespannt sein darf man auf das Abschneiden des Toggenburgers Nico Seiler. Seiler belegt in der Meisterschafts-Zwischenrangliste Rang 3, schlägt sich jedoch mit Rückenproblemen herum. Er ist dennoch motiviert, bei seinem Heimrennen, an dem auch sein Vater im OK ist, an den Start gehen zu können, und wird während des Rennens auf die Zähne beissen.

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch