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BRAUNAU: Finanzplan sieht mittelfristig rote Zahlen vor

Die Primarschulgemeinde weist für 2017 einen Gewinn aus. Doch die Zukunft stimmt weniger optimistisch. Die Behörde geht davon aus, dass bis ins Jahr 2023 das Eigenkapital aufgebraucht ist.
Im Beisein von rund 40 aller am Neubau beteiligten Vertreter versenkt RWT-Geschäftsführer Andreas Jossi, zweiter von rechts, die Zeitkapsel (am Boden stehend) in das Fundament des Neubaus an der neuen Industriestrasse in Bazenheid. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Im Beisein von rund 40 aller am Neubau beteiligten Vertreter versenkt RWT-Geschäftsführer Andreas Jossi, zweiter von rechts, die Zeitkapsel (am Boden stehend) in das Fundament des Neubaus an der neuen Industriestrasse in Bazenheid. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Erfreuliches konnte Schulpflegerin Sonja Kassel an der Schulgemeindeversammlung vom Montagabend hinsichtlich der Jahresrechnung 2017 vermelden, schloss diese doch mit einem Ertragsüberschuss von 48700 Franken und somit um 107700 Franken besser als budgetiert ab. Wie Kassel darlegte, wurde beim Voranschlag von einem Verlust von 59000 Franken ausgegangen. Der erfreuliche Jahresabschluss sei auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen. Auch sei das Budget beim baulichen Unterhalt nicht ausgeschöpft worden und die fürs 2017 geplanten Kosten für die Projektierung des Raumplanungskonzeptes würden erst 2018 verrechnet.

Die Schulbürgerinnen und -bürger hiessen die Jahresrechnung ebenso einstimmig gut wie die Verwendung des Ertragsüberschusses. 45000 Franken werden für zusätzliche Abschreibungen eingesetzt; die restlichen 3700 als Einlage ins Eigenkapital verwendet, welches sich somit neu auf 384400 Franken beläuft.

Das Eigenkapital droht zu schmelzen

Damit liegt auch ein Ausgabenüberschuss von 60100 Franken drin. Mit einem solchen rechnet nämlich die Schulbehörde beim Budget 2018, welches von einem Ertrag von 1457000 Franken und einem Aufwand von 1517800 Franken ausgeht. Die Versammlung hiess das Budget 2018 ebenso einstimmig gut wie auch der gleichbleibende Steuerfuss von 62 Prozent.

Nicht ganz so optimistisch sieht der Finanzplan für die nächsten Jahre aus. Allerdings, betonte Schulpräsidentin Mathilda Halter, sei dieser jedoch alles andere als fix, sondern hänge von vielen Unwägbarkeiten ab: «Wir gehen von den Zahlen aus, die wir kennen, aber das Ganze kann sich ändern, wenn mehr Familien mit Kindern nach Braunau ziehen oder Sie mehr Steuern zahlen». Tatsache ist jedoch, dass - würde der aktuelle Finanzplan bis ins Jahr 2023 hinein tatsächlich Realität - das bis dann noch vorhandene Eigenkapital komplett abgebaut werden würde, so dass man in den nächsten Jahren nicht um eine Steuerfusserhöhung herumkäme, blickte Halter voraus.

Eine zusätzliche Rampe zum gleichen Preis

Positive Nachrichten konnte Schulrat Roman Brändle (Ressort Liegenschaften) überbringen. Wie es aussehe, könne man noch in dieser Woche mit der definitiven Baubewilligung für die Schulraumgewinnung im Kindergarten durch die Politische Gemeinde rechnen. «Zurzeit laufen die detaillierten Offertenanfragen an die Unternehmen. Der Baustart sollte am 14. Mai erfolgen und der Bauabschluss ist, samt Gebäudereinigung, auf den kommenden 10. August geplant», erklärte Brändle. Auch könne man ohne Mehrkosten – da man bei den Holzarbeiten Geld einsparen könne –, noch einen barrierefreien Zugang (Rampe) bauen, welcher ursprünglich nicht vorgesehen gewesen sei, informierte er weiter.

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

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