Botschafter für den Berufsstand

Gleich drei Lehrlinge aus Flawiler und Uzwiler Betrieben durften an der Ostschweizer Bildungsmesse in St. Gallen den Konstrukteur-Champions-Titel in Empfang nehmen. Damit gehören die jungen Berufsleute zur Elite ihrer Garde.

Ralph Dietsche
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Verbandspräsident Albert Hehli (l.) ehrte Marco Akermann, Rainer Schiess und Basil Wichert für ihre Leistung mit dem «Champions»-Titel. (Bild: Ralph Dietsche)

Verbandspräsident Albert Hehli (l.) ehrte Marco Akermann, Rainer Schiess und Basil Wichert für ihre Leistung mit dem «Champions»-Titel. (Bild: Ralph Dietsche)

FLAWIL/UZWIL. Der Flawiler Marco Akermann hat allen Grund zur Freude. Für seine hervorragende Lehrabschlussprüfungsnote von 5,4 wurde der Konstrukteur-Lehrlinge am vergangenen Wochenende in St. Gallen zum Konstrukteur-Champion ernannt. Er strahlt über das ganze Gesicht: «Mit dieser Auszeichnung geht für mich ein intensiver Lebensabschnitt als Lernender zu Ende und ein neuer als Berufsmann beginnt.» Akermann wird sein angeeignetes Fachwissen auch künftig in seinem Lehrbetrieb, der Bühler AG in Uzwil, einbringen.

«Für mich ist es super, dass ich gleich eine Festanstellung bekommen habe», freut sich der Champion, der im Frühling die Rekrutenschule absolvieren wird und danach die Berufsmittelschule nachholen möchte. Damit will er für ein allfälliges Studium gerüstet sein.

Beruf mit vielen Möglichkeiten

Zu den besten Berufsleuten gehören auch Basil Wichert, der seine Grundausbildung ebenfalls bei der Bühler AG in Uzwil absolvierte, sowie Rainer Schiess, der sich bei der Herzog Systems AG in Flawil ausbilden liess. Beide erreichten die ebenfalls ausgezeichnete Note von 5,3. Für den Flawiler Rainer Schiess ist sein erlernter Beruf geradezu perfekt: «Die Ausbildung zum Konstrukteur hat viel mit Technik zu tun und hält einem viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten offen.» Auch er hat genaue Zukunftspläne: «Ich werde die BMS Vollzeit nachholen, Militärdienst leisten und danach Maschinenbau-Ingenieur studieren. «Ein Studium in Angriff zu nehmen, ist auch der Plan von Basil Wichert: «Die Richtung ist allerdings noch offen. Zuerst werde ich jetzt einmal in meinem Lehrbetrieb als junger Berufsmann arbeiten und weitere Erfahrungen sammeln.»

Räderwerk muss stimmen

Verbandspräsident Albert Hehli erwähnte bei der Preisverleihung, dass das ganze Räderwerk stimmen müsse, um ein solch beeindruckendes Ergebnis zu erzielen. Nicht nur der Lernende selber muss Überdurchschnittliches leisten wollen, sondern auch die Unterstützung des Ausbildners, des Lehrbetriebs, der Berufsschule und des privaten Umfelds müsse stimmen.

«Wer seine Lehre mit einer solchen Glanznote abschliessen kann, dem wird der Teppich für eine erfolgreiche Berufslaufbahn weit ausgerollt», ist sich Albert Hehli sicher. Trotzdem dürfe man sich jetzt nicht allzu lange auf den Lorbeeren ausruhen, sondern müsse sich laufend weiterentwickeln.

Investition in Nachwuchs

Trotz dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld investieren nach wie vor zahlreiche Unternehmen in den Nachwuchs und tun somit etwas gegen den Fachkräftemangel. «Das freut mich riesig, sagte Hehli. «Unsere Konstrukteur-Champions sind die besten Botschafter für unseren Berufsstand. Sie verkörpern Lernbereitschaft, Einsatzwille und Erfolg. Attribute, die, gepaart mit Fachwissen, auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind.»