Borema investiert in Neubau

Die Borema, Lieferant von Recyclinganlagen und EDV-Softwarelösungen, investiert im Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung 4 Millionen Franken in einen Neubau an der Poststrasse in Schwarzenbach. Gestern war Spatenstich.

Merken
Drucken
Teilen
Spatenstich für den Neubau: von links Angelo Vigano, Projektleiter SM-Bau AG Zuzwil, Reto Gehrig, Geschäftsleiter Gehrig AG, Bauunternehmung, Rickenbach, Oliver Hadorn, Architekt und Bauleiter, Beatrice Tischer, Mitglied Verwaltungsrat Borema AG (im Cockpit des Baggers), Roland Tischer, Präsident Verwaltungsrat und Geschäftsleiter Borema AG, Claudio Fuchs, Bauführer, Gehrig AG, und Alessandro Diminicio, Gehrig AG. (Bild: Philipp Stutz)

Spatenstich für den Neubau: von links Angelo Vigano, Projektleiter SM-Bau AG Zuzwil, Reto Gehrig, Geschäftsleiter Gehrig AG, Bauunternehmung, Rickenbach, Oliver Hadorn, Architekt und Bauleiter, Beatrice Tischer, Mitglied Verwaltungsrat Borema AG (im Cockpit des Baggers), Roland Tischer, Präsident Verwaltungsrat und Geschäftsleiter Borema AG, Claudio Fuchs, Bauführer, Gehrig AG, und Alessandro Diminicio, Gehrig AG. (Bild: Philipp Stutz)

schwarzenbach. Bisher war die Borema Umwelttechnik AG bei einem Unternehmen an der Niederstettenstrasse im Salen, Schwarzenbach, eingemietet. «Wir begannen 1996 zu zweit», erinnert sich Roland Tischer, Geschäftsleiter. Heute zählt das Unternehmen 14 Vollzeitangestellte und drei bis vier Freelancer. «Wir wollen nachhaltig wachsen und den Betrieb so aufstellen, dass er sich im Wettbewerb behaupten kann», fuhr Tischer fort.

Idealer Standort

Der Standort an der Poststrasse ist laut der Unternehmensleitung ideal. Seit zehn Tagen ist man im Besitz der Baubewilligung. In unmittelbarer Nähe finden sich Firmen, die mit der Borema zusammenarbeiten. Wetterglück begleitete den Spatenstich, so dass den Bauarbeiten mit Zuversicht entgegengeblickt wird. Als Lieferant und Servicestelle von Ballenpressanlagen für die Recycling- und Entsorgungsindustrie hat sich Borema schweizweit schnell einen Namen als Partner von qualitativ hochstehenden Maschinen und Anlagen gemacht. Das Lieferprogramm wurde stets erweitert.

Zwei Standbeine

Die Produktpalette umfasst nebst Ballenpressen auch Fördersysteme, Zerkleinerungs- und Sortieranlagen, welche vorwiegend in der Schweiz, aber auch im Ausland für ein ökologisch nachhaltiges Recycling sorgen.

Im Jahr 1998 hat sich die Borema der Entwicklung von EDV-Softwarelösungen für die Recycling- und Transportindustrie angenommen. Ab 2004 wurde dieser Bereich ausgegliedert und die Borema IT Solutions AG gegründet. Heute entwickelt diese Dispositions- und CRM-Systeme sowie Lohnverwaltungsprogramme für Windows- und Macintosh-Anwendungen.

Marktstellung ausbauen

«Stillstand heisst Rückschritt», sagte Roland Tischer. Die beiden Unternehmen, welcher er als Geschäftsleiter vorsteht, sollen sich weiter entwickeln, nachhaltig wachsen und ihre Marktstellung ausbauen können. Dies wäre am jetzigen Standort nicht möglich gewesen. Der Kaufentscheid für die Liegenschaft an der Poststrasse in Schwarzenbach und die Planung eines Neubaus ist laut Tischer genau vor einem Jahr gefallen. Für die Planung und Umsetzung des Projektes wurde das Architekturbüro Oliver Hadorn in Wil beauftragt. Mit dem Spatenstich fiel der Startschuss für einen weiteren Entwicklungsschritt der Borema. Bereits im Oktober 2011 sollen die neuen Räumlichkeiten bezogen werden. Mit der Ausführung der Bauarbeiten wurden fast ausschliesslich Unternehmen aus der Region beauftragt.

4 Millionen Franken investieren

Borema investiert in das Neubauprojekt über 4 Millionen Franken. Im zweigeschossigen Bürogebäude sollen zeitgemässe Arbeitsplätze für die Borema-Umwelttechnik AG und die Borema IT Solutions AG realisiert werden. In der Produktionshalle von über 1000 m² sollen sowohl Montage- als auch Revisions- und Unterhaltsarbeiten ausgeführt werden. Dies mit dem Ziel, in house eine höhere Wertschöpfung zu erzielen. In diesem neuen Kompetenzzentrum sollen neue, innovative Lösungen für die Recyclingindustrie entwickelt und gebaut werden. Die nach dem Neubau verfügbaren Landreserven erlauben zudem noch weitere Investitionen in die Zukunft.

Der Borema-Neubau ist zukunftsorientiert auf die Bedürfnisse des Marktes und der Mitarbeiter ausgelegt – optimierte Prozessabläufe, kurze Wege und gute Arbeitsbedingungen stehen dabei im Fokus.

Personalbestand erweitern

Diese neue Infrastruktur soll fortan ein rationelles Arbeiten erlauben. Der Personalbestand wird erweitert. Mittelfristig arbeiten 20 bis 30 Personen in den Borema-Räumlichkeiten, vorwiegend Maschineningenieure, Servicetechniker und EDV-Softwareprogrammierer. Ein ehrgeiziges Ziel – der Neubau ist die Basis, um dieses Ziel zu verwirklichen. (stu.)