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Bonsaver verlässt Geschäft in der Wiler Fussgängerzone: Das Modehaus zieht jedoch nur einige Meter weiter

Die Ladenflächen im ehemaligen Schild-Gebäude in der Oberen Bahnhofstrasse in Wil sind mit dem Einzug des Modehauses Bonsaver wieder komplett vermietet.
Gianni Amstutz
Von seinem jetzigen Standort zieht Bonsaver ins nur wenige Meter entfernte Gebäude, wo früher die Schildfiliale war. Bild: Gianni Amstutz

Von seinem jetzigen Standort zieht Bonsaver ins nur wenige Meter entfernte Gebäude, wo früher die Schildfiliale war. Bild: Gianni Amstutz

Bonsaver zieht weiter. Ein Satz, der in Zeiten des Ladensterbens in Wil für negative Emotionen sorgen könnte, erweist sich hier als gute Nachricht für das lokale Gewerbe. Das Modehaus verlässt die Stadt nämlich nicht, sondern zieht lediglich an einen neuen Standort.

Dieser befindet sich im ehemaligen Ladenlokal der Firma Schild, nur wenige Meter von der jetzigen Filiale an der Oberen Bahnhofstrasse entfernt. Nachdem das Brillengeschäft Fielmann im Januar bereits bekanntgab, die Hälfte der rund 600 Quadratmeter grossen Ladenfläche zu mieten, konnte mit dem Einzug von Bonsaver per Ende Januar 2020 nun auch die linke Hälfte des Gebäudes vermietet werden.

Etwas kleiner, dafür übersichtlicher

War bei Fielmann noch eine Vergrösserung der Verkaufsfläche der Grund für den Umzug, liegt der Fall bei Bonsaver etwas anders. «Wir werden am neuen Standort über etwas weniger Verkaufsfläche verfügen», sagt Catherine Frei, die das Geschäft in vierter Generation führt.

Da stellt sich die Frage, wieso sich ein Umzug lohnt, zumal die Lage sich nur minimal unterscheidet. Die Antwort: Am bisherigen Standort habe man auf drei Etagen gearbeitet. Das sei weder für die Mitarbeiterinnen praktisch gewesen, noch sei es zeitgemäss, wie Catherine Frei sagt. Bereits als Bonsaver die heutige Filiale 1997 bezogen habe, sei diese nicht die Wunschlösung gewesen. «Damals gab es aber nicht viele freie Ladenflächen.» Für die Kunden sei die Verteilung der Produkte auf drei Stockwerke mitunter etwas unübersichtlich.

«Nun freuen wir uns, am neuen Standort unser Kleidersortiment optimal präsentieren zu können», sagt Frei. Dabei könne man auch von den Erfahrungen der Filiale in Arbon profitieren, wo Bonsaver seit 2011 ebenfalls auf einer Etage tätig ist.

Keine Angaben zum Mietzins

Die Geschäftsführerin spricht von einer perfekten Lösung. Die Ladenfläche habe sie schon früh als mögliche Option ins Auge gefasst. Dass man nun die halbe Ladenfläche mieten könne, sei ideal. Zum Mietzins will Catherine Frei keine Auskunft geben. Es ist jedoch bekannt, dass das gesamte Ladenlokal des ehemaligen Modehauses Schild mit seinen 600 Quadratmetern im vergangenen Herbst für einen monatlichen Mietzins von rund 40000 Franken ausgeschrieben war. Gut möglich, dass dieser Preis im Zuge der Verhandlungen noch nach unten angepasst wurde, auch wenn Frei das nicht kommentieren will.

Während ein Umzug an einen neuen Standort in Wil bei Bonsaver schon länger ein Thema war, habe eine Schliessung des Geschäfts nie zur Debatte gestanden – auch in schwierigen Zeiten für den Detailhandel.

«Unser Konzept mit je einer Filiale in Wil und Arbon funktioniert gut», sagt Catherine Frei. Deshalb fahre Bonsaver nun in dieser Konstellation weiter. Ausserdem wolle man ein Zeichen setzen, dass der Schweizer Detailhandel auch in Zeiten des Online-Shoppings und Einkaufstourismus bestehen könne.

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