Böses Erwachen am Nieselberg

Zum Leserbrief «Böses Erwachen am Nieselberg»», Wiler Zeitung vom 19. Juni 2010 Im Leserbrief von Frau Schelling war zu lesen: «Erschreckt stehen die Leute in den Quartierstrassen zusammen und fragen sich, was sollen denn plötzlich diese Markierungen?».

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Zum Leserbrief «Böses Erwachen am Nieselberg»», Wiler Zeitung vom 19. Juni 2010

Im Leserbrief von Frau Schelling war zu lesen: «Erschreckt stehen die Leute in den Quartierstrassen zusammen und fragen sich, was sollen denn plötzlich diese Markierungen?». Weiter konnte gelesen werden: «Es geschah auch nie ein grosser Unfall – es entstand höchstens einmal Blechschaden».

Nun frage ich Sie, Frau Schelling, ob Sie vor der Abstimmung im Parlament betreffend flächendeckender Tempo-30-Zonen in Wil die verteilten Unterlagen nicht gelesen haben. Schon da wurde für dessen Umsetzung 900 000 Franken eingeplant und schliesslich durch das Parlament bewilligt. Warum konnte das Stimmvolk von Wil nicht darüber abstimmen? Für mich war damals schon klar, dass der Zeitpunkt vor den Parlamentswahlen genial gewählt wurde.

Wahrscheinlich haben viele Parlamentsangehörige aus Gründen der persönlichen Konsequenzen einer möglichen Nichtwiederwahl der Vorlage zugestimmt. Ausserdem wurde immer wieder behauptet, dass diese Massnahmen wegen der Gefährlichkeit und der Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer eingeführt werden müssten.

Ich bin im Besitze einer Strassenkarte von Wil, die diese Behauptungen klar widerlegt.

Wenn man den ganzen Umbau an der Thuraustrasse mit Übergang beim Kindergarten sowie den Einlenker zum Friedhof und die entsprechende Signalisierungen in Betracht zieht – kann man als normaler Autofahrer nur den Kopf schütteln. Wenn alle Autofahrer in den Quartieren die 30-er-Beschränkungen einhalten würden, dann bräuchte es keine solch teuren Schikanen und Umbauten.

Wer sich die geplanten Umbauten am Nieselberg ansieht (weiss angezeichnet), muss feststellen, dass die Stadt Wil mit ihren ausführenden Organen absolut die Bodenhaftung verloren hat. Es kann nämlich nicht genug Steuergelder kosten. Und sparen ist auch für Wil klar und deutlich angesagt.

Die Analyse aus den meisten der letzten Leserbriefe aus den Reihen der Parlamentsangehörigen zeigt, wie deutlich linkslastig politisiert wird und damit an grossen Bevölkerungsteilen der Wiler vorbei.

Je länger je mehr macht es wieder Sinn, dass die Stimmbürger von Wil wieder wirklich direkt bestimmen können und nicht über den Umweg «Wiler Parlament».

Chris Schmuki Obere Bahnhofstrasse 23 9500 Wil

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