Bodmers vierter Streich

TENNIS. Nach drei Titeln in jüngeren Kategorien hat der Niederwiler Adrian Bodmer an den Junioren- Schweizer-Meisterschaften nun auch die Krone in der Königskategorie U18 gewonnen.

Marie-Theres Brühwiler
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Sechs Jahre nach seinem ersten Schweizer Meistertitel bei den Unter-12-Jährigen hat sich Adrian Bodmer auch in der Königskategorie U18 mit Gold gekrönt. (Bild: freshfocus)

Sechs Jahre nach seinem ersten Schweizer Meistertitel bei den Unter-12-Jährigen hat sich Adrian Bodmer auch in der Königskategorie U18 mit Gold gekrönt. (Bild: freshfocus)

Als haushoher Favorit ist Adrian Bodmer (N3.53) am Wochenende zu den nationalen Meisterschaften in Kriens angetreten. Im Stile eines Champions ist der Niederwiler dann auch aufgetreten. Die Nummer eins des Turniers degradierte in der zweiten Runde den Westschweizer Kilian Davanzo (N4.96), revanchierte sich in den Viertelfinals beim Zürcher Marc-Andrea Hüsler (N4.95) für die letzte Niederlage und besiegte in den Halbfinals auch seinen früheren Trainingspartner Matej Kostadinov (N4.91) aus Adligenswil klar in zwei Sätzen.

Gut eingestellt

Auch im Final machte der 17-Jährige keine Geschenke. Bodmer servierte gut, spielte an der Grundlinie solide und machte im richtigen Moment Tempo. Die Finalniederlage des Baslers Nathan Schmid (N4.77), gegen den Bodmer zum allerersten Mal spielte, war denn auch schnell besiegelt. «Es ist sicher nicht nur einfach, in einer klaren Favoritenrolle zu stehen, aber ich konnte mich auf diese Situation ja einstellen», betonte Bodmer nach seinem 6:3, 6:2-Finalsieg. Mit dem Schweizer Meistertitel in der Königskategorie U18 hat Adrian Bodmer sechs Jahre nach seinem ersten Titel bei den Unter-12-Jährigen das Kapitel Nationale Junioren-Titelkämpfe aller Voraussicht nach geschlossen. «Ich muss und will mich nun in der Junioren-Weltrangliste weiter nach vorne kämpfen.» Der Niederwiler, der seit Jahren beim ehemaligen Nationaltrainer Francesco Ceriani in Dornbirn trainiert, ist aktuell die Nummer 212 der Junioren-Weltrangliste.

Aktuell in Tschechien im Einsatz

Um sich für die Junioren-Grand-Slam-Turniere zu qualifizieren und damit ein weiteres Zwischenziel zu erreichen, muss Bodmer in den nächsten Wochen fleissig ITF-Punkte sammeln und an gut dotierten internationalen Juniorenturnieren teilnehmen. «Aller Voraussicht nach werde ich deshalb im Sommer meine allerletzte Chance, an Schweizer Junioren-Meisterschaften teilzunehmen, nicht mehr nutzen», so Bodmer, der kurz nach der Siegerehrung das Flugzeug Richtung Tschechien bestieg und in Prerov im Hauptturnier eines Grade-1-ITF-Turniers steht.

Stadler erfüllt Erwartungen

Wenngleich für Nina Stadler (N3.25) am Ende noch etwas mehr dringelegen wäre, darf die Kirchbergerin auf gelungene Titelkämpfe zurückblicken. Denn die an Nummer vier gesetzte 17-Jährige musste in den Viertelfinals kämpfen.

Gegen die starke Westschweizerin Sarah Ottomano (N3.27) lag Stadler, die sich in diesem Spiel vor allem auch auf ihren Aufschlag verlassen konnte, im entscheidenden dritten Satz mit 0:3 zurück. Dann aber drehte die laufstarke Kämpferin das Spiel noch um und zog schliesslich mit 6:3, 4:6, 6:4 ins Halbfinal ein. Die spätere Schweizer Meisterin Tess Sugnaux (N2.11) erwies sich dort allerdings nicht ganz unerwartet als zu hohe Hürde. «Heute hat mich vor allem mein Service im Stich gelassen. Schade, es wäre noch ein bisschen mehr dringelegen», so Stadler nach ihrer 3:6, 1:6-Halbfinalniederlage. Die auf der Junioren-Weltrangliste als Nummer 256 geführte Toggenburgerin wird diese Woche wie Bodmer ihr Glück in Tschechien versuchen. «Ich möchte in den nächsten Monaten aber auch erste Erfahrungen auf WTA-Stufe sammeln», betont Stadler.

Keller nahe an der Sensation

Die 12jährige Dussnangerin Nadine Keller (R2), die sich über das Qualifikationsturnier für die nationalen Titelkämpfe qualifizierte, spielte gegen die deutlich besser klassierte Tessinerin Katerina Tsygourova (R1) in der Kategorie U14 stark auf und musste sich erst im dritten Satz geschlagen geben. Tsygourova warf in der dritten Runde die topgesetzte Rebeka Masarova (N4.56) aus dem Turnier.

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