Mit dem Wachstum Schritt halten: Bischoff AG realisiert Anbau für 2 Millionen Franken im Industriegebiet Stelz

Die Bischoff AG ist in den vergangenen 30 Jahren stark gewachsen. Gestern war der Spatenstich zur überfälligen Erweiterung.

Gianni Amstutz
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Bei der Bischoff AG ist der Bagger aufgefahren: Bis in einem Jahr soll im Industriegebiet Stelz ein Anbau entstehen.

Bei der Bischoff AG ist der Bagger aufgefahren: Bis in einem Jahr soll im Industriegebiet Stelz ein Anbau entstehen.

Bild: PD

«Diese Erweiterung ist für uns ein deutliches Bekenntnis zur Region Wil», sagte Christian Aegerter, Inhaber der Bischoff AG. Gestern fand am Standort im Gewerbegebiet Stelz der Spatenstich für den geplanten Anbau statt. Entstehen sollen in erster Linie Lagerflächen. Die Erweiterung sei mehr als überfällig, betonte Aegerter. Die Zahlen verdeutlichen das.

Zahl der Angestellten hat sich verdoppelt

Als sich die Bischoff AG vor 30 Jahren im Gebiet Stelz, das zur Gemeinde Kirchberg gehört, angesiedelt hatte, beschäftigte das Unternehmen noch 19 Mitarbeitende. Inzwischen sind es 40 Personen, womit sich die Belegschaft mehr als verdoppelt hat. Hinzu kommt, dass das Unternehmen, das sich auf den Verkauf von Schul- und Büromaterial spezialisiert hat, inzwischen im Bereich Audiovisuelle Geräte stark gewachsen ist.

Die Erweiterung der Lagerkapazitäten um rund 30 Prozent bringt hauptsächlich logistische Vorteile. So können Lager, die derzeit separat geführt werden, zusammengelegt werden. Zudem entsteht eine zweite Rampe, was die Lieferprozesse erheblich verbessert.

Daneben profitieren aber auch die Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden. So können die Arbeitsplätze neu in einem Grossraumbüro angelegt werden. Und auch die Ladenfläche wird neu gestaltet, um das Einkaufserlebnis für die Kunden zu verbessern.

Ein ambitionierter Zeitplan

Dass die Wunschlösung der Bischoff AG, am jetzigen Standort auszubauen, überhaupt realisiert werden kann, war lange ungewiss. Lange dufte der grüne Gürtel rund um das Industriegebiet Stelz, wo die Erweiterung entsteht, nicht bebaut werden. Die Gemeinde Kirchberg hat diese Vorschrift aufgehoben, womit dem Vorhaben nichts mehr im Weg stand. So nahmen die Verantwortlichen vor rund zwei Jahren die Planungen für das Bauprojekt auf.

Der Zeitplan sieht nun vor, dass die neue Lagerhalle am 1. Mai betriebsbereit ist. Dann werden die weiteren Bauarbeiten bis nach den Sommerferien unterbrochen. Dies, da während der gesamten Umbauzeit der Betrieb für die Kunden ununterbrochen weitergehen soll. Von Mai bis August – der Hauptsaison der Bischoff AG – wäre dies während laufender Bauarbeiten nicht möglich. Nach den Sommerferien sollen die Arbeiten dann fortgesetzt werden und bis Mitte Dezember fertiggestellt werden.

Der Zeitplan sei ambitioniert, sagte Christian Aegerter. Doch er sei guten Mutes, dass er eingehalten werden könne. Für die Arbeiten mit einem Investitionsvolumen von rund zwei Millionen Franken wolle man regionale Unternehmen engagieren. Schliesslich sei das Traditionsunternehmen seit 160 Jahren selbst in der Region verankert, so der Inhaber. Dank des Erweiterungsbaus dürften wohl noch einige Jahrzehnte hinzukommen.