Bis zu 4700 neue Arbeitsplätze

Die Testplanung für die Arealentwicklung Wil West ist abgeschlossen. Das Projekt sieht vor, auf einer Landfläche von 930 000 Quadratmetern 2200 bis 4700 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

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REGION. Im Rahmen des Agglomerationsprogramms Wil planen das Baudepartement des Kantons St. Gallen und das Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau zusammen mit der Regio Wil den Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Wil West. Die Strategie «Neuland» wird nun weiter konkretisiert, wie seitens der beiden Regierungen gestern mitgeteilt wurde. Nach einer Testplanung im Jahr 2011 wird nun eine Masterplanung im Gebiet durchgeführt.

Land liegt im Thurgau

Die Arealentwicklung Wil West im Bereich des geplanten Autobahnanschlusses soll ein «hervorragender Schwerpunkt für die Wirtschaftsentwicklung» werden. Dies war die Vorgabe der Regierungen der Kantone Thurgau und St. Gallen an die Testplanung Wil West. Für die Entwicklung der Region Wil ist das in den Kantonen Thurgau und St. Gallen liegende Areal Wil West ein Schlüsselprojekt.

Das auf die Gemeinden Münchwilen, Sirnach und Wil verteilte Gebiet hat eine Fläche von rund 93 Hektaren. Als besondere Chance wird gewertet, dass sich der grösste Teil der unbebauten Flächen im Eigentum des Kantons St. Gallen befindet – indes liegt dieses Land vollumfänglich im Kanton Thurgau.

Entwicklungsstrategie

Der Bund lehnte 2008 im ersten Aggloprogramm die angestrebte Zentrumsentlastung von Wil aufgrund der ungenügend ausgewiesenen wirtschaftlichen Bedeutung des Vorhabens ab. Im zweiten Agglomerationsprogramm wird nun für Wil West und auch für die gesamte angrenzende Region eine volkswirtschaftlich hochwertige und langfristig optimal ausgerichtete Entwicklungsstrategie vorgelegt. Diese wurde im Rahmen einer Testplanung mit Immobilienexperten erarbeitet.

Testplanung durchgeführt

Unter Federführung des Kantons Thurgau haben die beiden Kantone zusammen mit den Gemeinden Münchwilen, Sirnach und Wil sowie der Regio Wil im Jahr 2011 für den «Entwicklungsschwerpunkt Wil West» eine Testplanung durchgeführt. Im vergangenen Jahr untersuchten drei Teams aus Stadtplanern, Architekten, Verkehrs-, Landschaftsplanern und Ökonomen mögliche Szenarien, wie das direkt an der neuen Autobahnausfahrt liegende Areal optimal genutzt werden kann. Wichtige Resultate dieser Testplanung sind in die Strategie «Neuland» eingeflossen:

1. Der optimale Anschlusspunkt für die neue Autobahnausfahrt liegt im Bereich Sirnacherstrasse.

2. Das Areal ist vielfältig nutzbar und wird sich durch planerische Eingriffe und Investitionen in die Infrastruktur zu einem hochwertigen Arbeitsplatz-Schwerpunkt entwickeln.

3. Durch das Zusammenwirken der Zentrumsentlastung und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs entstehen optimal erschlossene Entwicklungsflächen für die Region, in unmittelbarer Nähe zum Regionalzentrum Wil.

4. Die Kantone haben die Absicht, dieses für die Gesamtregion bzw. für die Ostschweiz wertvolle Areal als strategische Nutzungsreserve für Betriebe zu entwickeln, die auf diese ausserordentliche Lagequalität angewiesen sind.

Mit einer Masterplanung wird nun die technische Realisierbarkeit für die Infrastrukturanlagen überprüft. Dieser Masterplan soll laut Pressemitteilung bis Mitte des Jahres 2013 vorliegen. Bis dahin dürfte auch die Antwort des Bundes zum Aggloprogramm vorhanden sein. (pd/hs.)