Biorender: Rekurse abgewiesen

Zwei Rekurse gegen die Münchwiler Biogasproduzentin Biorender wurden vom Winterthurer Bezirksrat zurückgewiesen. Nun bereitet Biorender eine Klage gegen die Stadt Wil vor. Dort nimmt man dies gelassen.

Simon Dudle
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Bei Biorender wird eine Klage gegen die Stadt Wil vorbereitet. (Archivbild: Mario Testa)

Bei Biorender wird eine Klage gegen die Stadt Wil vorbereitet. (Archivbild: Mario Testa)

MÜNCHWILEN. Zwei von drei Rekursen gegen die Biorender sind vom Tisch. Die abgewiesenen Beschwerden waren vom Winterthurer Gemeinderat Marc Wäckerlin eingereicht worden. Er hatte dem Stadtrat eine Überschreitung der Kompetenzen vorgeworfen und befürchtete einen Interessenkonflikt. Hintergrund: Markus Sägesser und Matthias Gfeller sind sowohl für die Stadt Winterthur tätig als auch Biorender-Verwaltungsräte.

Dritter Rekurs hängig

Der Bezirksrat hat nun aber befunden, dass der Gemeinderat das Gesamtpaket Biorender umfassend behandelt habe. Zudem sei es zulässig, als Verwaltungsratsmitglied in einer AG und gleichzeitig bei der öffentlichen Hand tätig zu sein. Ein dritter Rekurs, bei dem ein Verstoss gegen die Gemeindeordnung angeprangert wird, ist hängig.

Wil zahlt seit Juni weniger

An einem anderen Schauplatz bereitet Biorender eine Klage gegen die Stadt Wil vor. Aus der Sicht der Biogasproduzentin war es nicht zulässig, dass Wil den Gaspreis vergangenen Sommer von 35 auf 8 Rappen pro Kilowattstunde reduzierte. «Gemäss Rechtsgutachten war das Vorgehen Wils nicht korrekt», sagt Biorender-Verwaltungsratspräsident Thomas Sägesser. Der zuständige Wiler Stadtrat Daniel Meili sagt: «Wir erachten unsere Erfolgschancen als gut und glauben, dass die Kündigung richtig war. Wir sind angewiesen darauf, dass uns eine neutrale Stelle sagt, was Sache ist.»

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