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Biorender AG geht Konkurs

MÜNCHWILEN. Die Biogasproduzentin ist nicht mehr zahlungsfähig und muss die Bilanz deponieren. Das teilte das Unternehmen gestern abend mit. Dadurch gehen 23 Arbeitsplätze in Münchwilen verloren.
Hans Suter
Biorender produziert Biogas aus Schlachtabfällen und Speiseresten. (Bild: Hans Suter)

Biorender produziert Biogas aus Schlachtabfällen und Speiseresten. (Bild: Hans Suter)

Die Biorender AG befindet sich seit längerem in einer schwierigen finanziellen Situation. Nun folgt der Konkurs. «Den zuvor vom Verwaltungsrat eingeleiteten und von den Gas beziehenden Aktionären auch mitgetragenen, umfangreichen Sanierungsmassnahmen war leider kein Erfolg beschieden», schreibt Verwaltungsratspräsident Markus Sägesser.

Konten sind blockiert

Nachdem die Stadt Wil bereits seit 1. Juli 2013 den für die Defizitdeckung «vereinbarten und notwendigen» Deckungsbeitrag für das bezogene Biogas nicht mehr entrichtet, hat das Winterthurer Parlament am 15. September beschlossen, den Deckungsbeitrag rückwirkend auf den 1. Juli 2014 auch nicht mehr zu bezahlen. «In der Folge haben heute auch die finanzierenden Banken, trotz vorgängiger und äusserst hilfreicher Unterstützung, ihre Stillhaltezusage aufgekündigt und die gesprochenen Kontokorrentlimiten blockiert, so dass ab sofort keine Zahlungen mehr ausgeführt werden können.» Mit Bedauern bereite das Unternehmen derzeit die Insolvenzanmeldung vor und werde die Bilanz in den nächsten Tagen beim Bezirksgericht Münchwilen deponieren. Damit gehen im Hinterthurgau 23 Arbeitsplätze verloren.

Übernahme gescheitert

Vor wenigen Monaten setzte der Verwaltungsrat mit Marcel Jaggi einen mandatierten CEO ein, um den drohenden Konkurs abzuwenden. Zugleich wurde in Aussicht gestellt, ein privates Entsorgungsunternehmen sei an einer Übernahme interessiert. Offenbar kommt es nun nicht mehr dazu. Fachleute gehen davon aus, dass ein Wiederhochfahren der Anlage ein Jahr dauern würde – schlicht zu teuer.

Das Unternehmen stellt in einem neuartigen Verfahren Biogas her aus tierischen Nebenprodukten und Speiseresten. Hauptaktionäre sind die Städte Wil, St. Gallen und Winterthur, Minderheitsaktionäre Uzwil, Flawil, Schaffhausen und Private.

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