«Bildungsmacher» ausgezeichnet

Die Grundsatzabstimmung zur Inkorporation der Oberstufengemeinde Niederhelfenschwil in die Politische Gemeinde wurde an der Bürgerversammlung ohne Gegenstimme angenommen. Geehrt wurden die Macher des Bildungsprogramms.

Zita Meienhofer
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Zuckenriet. Weder an der Bürgerversammlung der Primarschulgemeinde Lenggenwil noch an jener von Niederhelfenschwil wurde rege über den Antrag der Räte diskutiert, die den Bürgern vorschlägt, die Inkorporation der Primarschulgemeinden in die Politische Gemeinde vorzubereiten. Und an beiden Orten wurde der Antrag – mit mehr oder weniger Enthaltungen – angenommen.

Damit sollte dieser Antrag auch die Hürde an der Bürgerversammlung der Oberstufenschulgemeinde Niederhelfenschwil schaffen. Nach wenigen Wortmeldungen und ohne Gegenstimmen wurde die Grundsatzabstimmung zur Inkorporation der Oberstufenschulgemeinde in die Politische Gemeinde ebenfalls angenommen. Damit ist nun auch der Weg geebnet, dass die 50:50-Lösung mit der Gemeinde Zuzwil in der Oberstufenfrage umgesetzt werden könnte.

Ja zu allen Geschäften

Auch alle anderen Traktanden, die die Oberstufenschulgemeinde Niederhelfenschwil aufgelistet hatte, wurde von den 160 Anwesenden – das entspricht 8,3 Prozent der Stimmberechtigten – diskussionslos und ohne Gegenstimmen gutgeheissen.

Die Rechnung 2009 schloss mit einer Besserstellung von rund 320 000 Franken, bei einem Finanzbedarf von 2 736 344 Franken.

Im Budget 2010 wird mit einem Finanzbedarf von der Politischen Gemeinde in der Höhe von 3 087 600 Franken gerechnet. Mehr Geld braucht die Oberstufenschulgemeinde vor allem wegen der steigenden Schülerzahlen, die auch eine Erhöhung des Schulleiter-Pensums mit sich bringt.

Und letztlich hatte die Bürgerschaft über einen Investitionskredit für die Erneuerung der Informatik in der Höhe von 248 000 Franken zu befinden. Die im Jahr 2002 installierten Geräte werden durchgehend ersetzt.

Dass damals die Installation in einem «Gesamtpaket» vorgenommen wurde, habe sich nun als Vorteil erwiesen, so Elmar Moser, Präsident des Oberstufenschulrates.

Drei Lehrer gehen in Ruhestand

In der Allgemeinen Umfrage informierte Elmar Moser über den «Generationenwechsel», der sich im Lehrerteam ankündigt.

In den Ruhestand treten Gottfried Künzle sowie Gabriel Schmuki, die vor fast 40 Jahren, bei Eröffnung der Oberstufenschule Sproochbrugg, ihre Stellen angetreten haben. In den Ruhestand tritt auch Walter Stähelin, der seit 28 Jahren in der «Sproochbrugg» unterrichtet. Die drei Lehrpersonen erhielten einen langanhaltenden Applaus.

Eröffnet wurde die Bürgerversammlung der Oberstufenschulgemeinde von der Band um Musiklehrer Stefan Rankl.

Antwort vom Bildungschef

Nach knapp einer Stunde übergab Elmar Moser das Wort an Lucas Keel, Gemeindepräsident von Niederhelfenschwil. Dieser informiert im Vorfeld über die Oberstufenfrage. Kurz vor der Bürgerversammlung erhielten die Behörden von Zuzwil und Niederhelfenschwil eine Antwort aus dem kantonalen Bildungsdepartement, jene Antwort, die seit vergangenem Herbst ausstehend war.

In diesem Schreiben bekräftigen die Verantwortlichen des Bildungsdepartements, dass ein Alleingang Niederhelfenschwils nicht möglich sei, begrüssen allerdings den eingeschlagenen Weg. Im Weiteren informierte Lucas Keel, dass in Lenggenwil die Post wieder aktiv werden wird, integriert in den Dorfladen.

Alle Anträge angenommen

Die Rechnung 2009, die um knapp 1,1 Millionen Franken besser schloss als budgetiert, hiessen die Anwesenden ohne Gegenstimmen gut.

Ebenfalls das Budget 2010, das mit einem Defizit von 621 000 Franken rechnet. Lucas Keel informiert, dass der Gemeinderat mit Blick auf die finanzielle Zukunft der Gemeinde Ende Jahr eine Standortbestimmung vornehmen werde. Dann werde auch entschieden, ob der Steuerfuss im Jahr 2011 angehoben werden muss.

Auf der Traktandenliste stand das Einbürgerungsgesuch von Joachim und Gabriele Buss. Die beiden Deutschen wohnen seit 1998 in Zuckenriet. Ohne Gegenstimme wurde der Antrag zur Einbürgerung angenommen.

Ehre, wem Ehre gebührt

Eine besondere Ehre kam Markus Lehmann, Luc Heeb und Frida Brändle, die leider abwesend war, zuteil. Die Macher des Bildungsprogramms Niederhelfenschwil wurden von Lucas Keel für ihr ausserordentliches Engagement ausgezeichnet mit einem Liegestuhl mit der Aufschrift: «Wie man sich bildet, so denkt man».

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