BILDUNG: Nach 44 Jahren ist Schluss

Vorträge aktueller Themen oder Besuche kultureller Veranstaltungen: Das ­organisierte bislang das Bildungsprogramm Niederhelfenschwil. Im Herbst ist aber Schluss.

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Es heisst schlicht und einfach «Bildungsgrogramm». Damit wusste, wer mit der Gemeinde Niederhelfenschwil verbunden ist, was gemeint ist. Das Bildungsprogramm, also deren operative Leitung waren meist Lehrkräfte der Oberstufenschule Sproochbrugg. Sie organisierten Veranstaltungen über politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen im internationalen, aber auch regionalen Bereich. Die Referenten waren stets fachkompetente Persönlichkeiten. die kulturelle Veranstaltungen wurden gemeinsam in den regionalen Kulturstätten besucht. Die Anlässe erfreuten sich jeweils einer regen Nachfrage.

In den vergangenen Jahren, in einer Zeit, wo Veranstaltungsdichte und das Internet die «Bildungsprogramm»-Anlässe zu konkurrenzieren begannen, schwand die Anzahl der Interessierten aber. Nicht nur diese Erkenntnis allein führte dazu, dass die Trägerschaft des Bildungsprogramms und deren Vertreter beschlossen haben, die Institution Bildungsprogramm Nieder­helfenschwil einzustellen und aufzulösen. Hinzu kam die Tatsache, dass eine Nachfolge für die operative Verantwortung – diese lag seit 15 Jahren bei Luc Heeb –, trotz grosser Anstrengungen, nicht gefunden werden konnte.

Nach rund 44 Jahren endet somit im September eine unkonventionelle Organisation, welche in der Gemeinde Niederhelfenschwil erfolgreich für kulturelle und bildungspolitische Anlässe stand. Alle bisher Beteiligten haben jedoch zugesichert, Kostenbeiträge an kulturelle und bildungsorientierte Veranstaltungen, welche durch andere Institutionen aus der Gemeinde organisiert werden, zu prüfen. (gk/zi)