Bilder aus unzähligen Mini-Fotos

Rote und grüne Lippen, blaue Kühe und pinke Schuhe in weissem Schaum: Die Motive der St. Galler Künstlerin Johanna Schneider provozieren. Ab dem 29. August stellt sie in der Galerie zur alten Bank aus.

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Digitale Mosaike, bestehend aus Tausenden kleiner Bilder, machen einen grossen Teil der Ausstellung von JohannaS aus. (Bild: pd)

Digitale Mosaike, bestehend aus Tausenden kleiner Bilder, machen einen grossen Teil der Ausstellung von JohannaS aus. (Bild: pd)

NIEDERUZWIL. Auffallend wirkt auch die Künstlerin selbst, wenn sie mit ihren rosa Haaren strahlend den Raum betritt. Johanna Schneider oder eben JohannaS, lebt und arbeitet in St. Gallen, war einst als selbständige Unternehmerin tätig, arbeitete als Führungskraft für verschiedene internationale Unternehmen.

«One world – one love»

Seit über 20 Jahren beschäftigt sie sich nun mit Kunst. Das Experimentieren hat es ihr angetan, aber auch modernste Techniken, die sie in digitaler Kunst umsetzt. Einen wichtigen Teil der Ausstellung bilden ihre digitalen Mosaike, die sie mit einem Bildbearbeitungsprogramm aus Tausenden kleinen Bildern zusammensetzt. Neben dem Experimentieren ist ihr aber ganz etwas anderes wichtig: «<One world – one love>, das ist mein Motto», sagt sie. «Ich bin so oft auf allen Kontinenten gereist, habe so vieles gesehen, davon möchte ich was weitergeben.»

Und die Gefühle stehen bei ihr im Vordergrund: «Das sieht man besonders an meinen Pan-Art-Bildern.» Für diese mischt sie die Farben selber, nach einem alten Rezept, aber mit modernen Zutaten. «Diese Bilder sind ganz besonders leicht und frei. Die muss man fühlen, nicht beschreiben. Die Gefühle dafür besitzt jeder Mensch.» Dennoch sind ihr auch die Materialien wichtig, mit denen sie arbeitet. Und das sind längst nicht immer Leinwände, sondern ebenso Aluminiumplatten oder Acrylglas.

Einweihung Fassadenkunst

Zu sehen ist ein Querschnitt durch ihr Werk ab dem 29. August in der Galerie zur alten Bank. Die Vernissage um 16 Uhr ist öffentlich. Danach ist die Ausstellung bis zum 20. September jeweils donnerstags von 18 Uhr bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

Gleichzeitig wird die Installation von Roman Wirth an der Fassade der Galerie offiziell eingeweiht. Die künstlerische Präsentation der Holzfiguren, die sich überall niedergelassen haben, ist nun abgeschlossen. (pd)