Bikepark wird weitergeführt

NIEDERHELFENSCHWIL. Eigentlich sollte der Bikepark Ehrenzell abgebrochen werden. Doch sechs begeisterte Mountainbiker ergriffen die Initiative und wollen nun einen neuen Park auf die Beine stellen. Dieser soll für Anfänger und auch Fortgeschrittene befahrbar sein.

Ramona Cavelti
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Biker in ihrem Element: Der Bikepark Goldach (im Bild) bietet viele Attraktionen. So viel Action soll auch im geplanten Park Ehrenzell möglich sein. (Archivbild: Hannes Thalmann)

Biker in ihrem Element: Der Bikepark Goldach (im Bild) bietet viele Attraktionen. So viel Action soll auch im geplanten Park Ehrenzell möglich sein. (Archivbild: Hannes Thalmann)

Manchmal braucht es einen Zufall, um eine herbeigesehnte Chance nutzen zu können. So erging es Sven Rüegger, einem von sechs Initianten, die den Bikepark in Ehrenzell neu aufbauen wollen. Ein Kunde erzählte ihm, dass der Bikepark in nächster Zeit abgebrochen werde. Da Rüegger früher selbst ein regelmässiger Besucher des Parks war und seine Gruppe schon länger auf der Suche nach einem eigenen Park ist, besuchte er noch am selben Tag das Grundstück und sprach mit Besitzer Manfred Moser. Dieser stellt seit 2009 ein Teil seines Landes für den Park zur Verfügung. Moser willigte ein weiteres Mal ein, und so kam das ganze Projekt ins Rollen.

Aufhebung und Abbruch geplant

Die ursprüngliche Idee eines Bikeparks entstand im Jahr 2009 und stammt von fünf Jugendlichen aus Zuckenriet. Sie verwirklichten ihren Traum in den darauffolgenden zwei Jahren und gründeten den Verein «Chainbreak» – «Kettenbruch». Claudio Schnurrenberger war einer von ihnen. Er erklärt, wieso sie Ende 2012 den Park aufheben wollten. «Die Hauptgründe waren, dass Adrian Räss für einige Zeit ins Ausland ging und ich nun in Laax arbeite. Wir waren die Hauptinitianten. Zudem haben wir gemerkt, dass der Park bereits im letzten Sommer, als viele von uns im Militär waren, wenig genutzt wurde.»

Gemeinde unterstützt

Es wurde kein Nachfolger gefunden, so blieb nur der Abbruch des Parks. Die Gemeinde bezahlte einen Teil der Renaturierung.

Simon Thalmann, Gemeindepräsident von Niederhelfenschwil, begründet: «Wir, als Gemeinde, unterstützen gerne Jugendliche, die ihre Freizeit sinnvoll nutzen und sich sportlich betätigen.» Es werde ein neuer Park entstehen, sagt Sven Rüegger. Das Ziel sei es, die Ansprüche von Anfängern sowie auch fortgeschrittenen Fahrern zu erfüllen. «Deshalb wird es zwei Streckenabschnitte geben. Einen leichten und einen schwierigen. Der Teil für die guten Fahrer wird gesperrt sein, wenn niemand von uns Initianten vor Ort ist.» Dies aus Sicherheitsgründen. Der Park kann mit einem Mountainbike oder BMX befahren werden. In den Streckenabschnitten befinden sich Hindernisse wie beispielsweise Sprünge oder eine Steilwandkurve. Es wird keine Wettkämpfe geben, es handelt sich um einen Übungspark für Biker auf unterschiedlichen Niveaus. Kinder sind ab rund sechs Jahren zugelassen.

Ziele: Rohbau bis Ende 2013

«Unser Ziel ist, Ende 2013 mit dem Rohbau fertig zu sein. Wenn es gut läuft, schaffen wir dies bis im Oktober, also vor dem ersten Schnee», hofft Rüegger. Anfang 2014 soll der neue Bikepark eröffnet werden. Zurzeit geht es für die Initianten vor allem um die Planung, Organisation und Abklärungen. Die Gemeinde Niederhelfenschwil ist bereit, auch dieses Mal die – bei einem möglichen Abbruch – neuerlich nötige Renaturierung finanziell zu unterstützen. Die Gemeinde übernimmt keine Haftung und verlangt von den Organisatoren, Vorschriften einzuhalten. Beispielsweise müssen Ruhetage berücksichtigt werden, und es dürfen keine motorisierten Fahrzeuge den Park befahren. Die Kosten werden privat übernommen. Ob wie die Vorgänger gehandelt wird und ein Verein gegründet wird, um so von Mitgliederbeiträgen profitieren zu können, hängt davon ab, ob und wie die Bikergruppe wachsen wird. «Das müssen wir in den nächsten zwei Jahren herausfinden», sagt Rüegger.

Simon Thalmann Gemeindepräsident Niederhelfenschwil

Simon Thalmann Gemeindepräsident Niederhelfenschwil