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BICHWIL: Dreikönigsklang am Dreikönigstag

Die Musikgesellschaft Bichwil-Oberuzwil hat ihre Musikunterhaltung in ein bezauberndes Märchen eingebettet. Das exzellent gespielte musikalische Programm und die «Monarchie» begeisterten Jung und Alt.
Kathrin Meier-Gross
Die Liebenden haben sich gefunden, der Hofstaat freut sich. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Die Liebenden haben sich gefunden, der Hofstaat freut sich. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Kathrin Meier-Gross

redaktion@wilerzeitung.ch

Fanfarenklänge kündigen es an: König Leopold, in vormonarchistischen Zeiten Leo Neuländner gerufen und Präsident der Musikgesellschaft, lädt zum Festen mit vielen Gästen auf die Burg. «Castle», der rassige Marsch des Schweizer Komponisten Etienne Crausaz, bietet dazu den passenden Auftakt. Schliesslich empfangen Leopold und sein holdes Töchterchen Karin die Zarin Vladimira Putina mit Sohn Dimitri.

«Robin Hood», die temperamentvoll gespielte Melodie zum gleichnamigen Film, überzeugt mit einem beschaulichen Intermezzo. Und dann passiert es: Prinzessin Karin wird entführt. Die Verlobung mit dem Games-liebenden Dimitri fällt ins Wasser. Dafür übernimmt das Jugendensemble Bichwil-Oberuzwil unter Leitung von Marco D`Incau die Bühne und begeistert mit «Rey`s Theme», «Pokemon Theme» und «Da Doo Ron Ron». König Leopold nutzt anschliessend die Gelegenheit, für Nachwuchs zu werben, sowohl für das Jugendensemble wie auch für die Musikgesellschaft. Letztere zeigt mit dem Konzertstück «Grapes of the Sun», wie abwechslungsreich Originalblasmusikkompositionen sind und wie sie Impressionen hervorzaubern können. «Grapes of the Sun» beginnt mit einem ruhigen Morgen im Weinberg. Der Wind streicht durch die Reben. Dann ernten die Winzer mit Muskelkraft und Rhythmus die Trauben und geniessen die edlen Tropfen bei einem fröhlichen Fest. Dirigent Dominik Eugster kann seine Truppe offensichtlich zu Höchstleistungen motivieren.

Prinzessin vermisst

Schnell gespielt wird die traditionelle rumänische Komposition «Bessarabyanke». Marco D’Incau, der Hofnarr, beherrscht sein Barisax beim «Mah Na Mah Na» blindlings. Fulminant ist der «Bon Jovi Rock Mix». Der Burgwächter indessen kann immer noch keinen Erfolg bei der Suche nach der Prinzessin vorweisen. Zwar löst der Fund eines roten BH`s schlimme Befürchtungen aus. Diese werden aber gemildert, als die Zarin von einem kleiderbefreiten Sonnenbad erzählt. Die Hellseherin Minnie orakelt gar von einem Liebespaar. Beim Jazzstück «Minnie the Moocher» wird das Publikum zum Mitsingen eingeladen.

Nach dem Paso Doble «El rey del paso» und dem Popstück «Spirits» taucht die Prinzessin wieder auf. Sie liebt den Sohn des Burgwächters und will auf keinen Fall Dimitri. Zur Hochzeit willigt Leopold erst ein, als der Burgwächter droht, ein amouröses Geheimnis des Königs publik zu machen.

Ein neuer Dirigent

Ein «Gabalier-Medley» und mehrere Zugaben beenden die Unterhaltung. Allerliebst zu beobachten ist während der Nachmittagsvorführung der 17 Monate alte Elias, der vor der Bühne genauso mit seinen Armen herumfuchtelt wie Dominic Eugster. Als der kleine Bursche bei einem Auftritt des Dirigenten mit feinem Stimmchen «Papa» ruft, ist klar: hier wächst ein neuer Dirigent heran.

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