BICHELSEE: Ein Schaufenster mit der Aufforderung zum Umdenken

Das Tannzapfenland hatte sich über das Wochenende herausgeputzt. Unter dem Motto «Schaufenster» ging die alle fünf Jahre stattfindende Gewerbemesse von Bichelsee und Balterswil über die Bühne. Neben Politprominenz trafen sich Jung und Alt aus nah und fern.

Drucken
Teilen
Ständerätin Brigitte Häberli hatte ein Heimspiel.

Ständerätin Brigitte Häberli hatte ein Heimspiel.

Über 50 Aussteller, hauptsächlich aus der Gemeinde Bichelsee-Balterswil, dafür aus den unterschiedlichsten KMU-Branchen bildeten den Rahmen. Sie machten aus der Gewerbeausstellung «Schaufenster Bichelsee-Balterswil» einen dreitägigen Event. Zum fünften Mal fand diese Messe statt. Es präsentierten sich klassische und spezialisierte Gewerbler aus dem Baubereich. Aber auch Dienstleister aus den Bereichen Fahrzeuge, Finanzen, Informatik, Versicherungen, lokaler Detailhandel oder der Gesundheitsbranche lockten das Publikum an ihre Marktstände.

Das rege Treiben ähnelte stark einer grossen Familienzusammenkunft. Keine Spur von Neid und Missgunst. Man half sich aus, besuchte die benachbarten Aussteller und genoss die Zeit mit seinesgleichen. Das Angebot wurde von Freitag bis Sonntag nicht nur in der Turnhalle angepriesen, sondern auch im Freien und in Zelten. Ziel der Organisatoren, mit OK-Präsident Roger Schneider, war es, die Betriebe in bestmögliches Licht rücken. Licht hatte es dank des schönen Frühlingswetters genug.

Reichlich Wirtschafts- und Politprominenz

Ein erster Höhepunkt der dreitägigen Messe war traditionell die offizielle Eröffnung im Festzelt am frühen Freitagabend. Den kurzen Ansprachen kantonaler und kommunaler Politiker wohnten zahlreiche Gäste bei. Gemeindepräsident Beat Weibel lobte die Bereitschaft seitens der Aussteller, Ausserordentliches zu leisten. «Hier wird aufgezeigt, was alles möglich ist, wenn man Hand in Hand zusammenarbeitet. Es macht mich stolz, bei uns derart viele Personen zu wissen, die sich nicht zu schade sind, so etwas Grosses auf die Beine zu stellen.»

Nationalrat Hansjörg Brunner erwähnte, dass man umdenken müsse. Der Hinterthurgauer bekräftigte, dass es stets wichtiger werde, das lokale Gewerbe zu berücksichtigen. «Lokal statt global muss die Devise heissen», sagte er. Auch Regierungsrat Walter Schönholzer hob den Mahnfinger, indem er betonte, wie wichtig auch solche Ausstellungen sind: «Es gibt für das lokale Gewerbe keine bessere Möglichkeit als solche Messen. Kontakte zur Bevölkerung zu knüpfen, das ist das A und O.» (red)