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BICHELSEE: Die letzte Million soll von der Gemeinde kommen

Zwei Millionen Franken aus dem Schwager-Erbe sind für das Projekt «Wohnen im Alter» reserviert. Den Restbetrag soll die Gemeinde übernehmen. Am Sonntag entscheiden die Stimmberechtigten.

Wie die Jungfrau zum Kind kam die Gemeinde Bichelsee-Balterswil 2009 zu einem Millionen­vermögen. In jenem Jahr verstarb der Zürcher Ludwig Schwager, der seinen Hinterthurgauer Heimatort als Alleinerbe in seinem Testament eingesetzt hatte. Nichts ahnend reiste Gemeindepräsident Beat Weibel mit seinem Stellvertreter nach Zürich, um das Erbe anzutreten. Als sie wieder zurück waren, hatten sie vier Einkaufstaschen mit dabei – gefüllt mit Sammelmünzen und Wertschriften. Bichelsee-Balterswil erfuhr dadurch einen Geldsegen von rund drei Millionen Franken. Im November 2012 hatte sich die Bevölkerung dafür ausgesprochen, dass zwei Millionen aus dem Schwager-Erbe an die Genossenschaft «Wohnen im Alter» auszurichten sind.

Diese will für 8,5 Millionen Franken 17 Alterswohnungen bauen. Zusammen mit dem Anteil aus dem Schwager-Erbe, einem Stiftungsbeitrag, einem Darlehen der Wohnbaugenossenschaft und Eigenmitteln kommt die Genossenschaft auf 3,2 Millionen Franken. 4,3 Millionen werden durch die Banken finanziert. Allerdings nur, wenn die Gemeinde den Restbetrag, die letzte Million, durch ein zinsloses Darlehen trägt.

Über dieses Darlehen entscheiden am Sonntag die Stimmbürger an der Urne. Der Gemeinderat schreibt in seiner Stellungnahme zur Abstimmung, dass eine Mehrheit des Gremiums das Projekt «Wohnen im Alter» befürwortet. Eine ausdrückliche Abstimmungsempfehlung gibt er indes nicht ab. «Wir wollen wissen, was das Volk will. Für uns ist deshalb wichtig, dass der Entscheid durch eine hohe Stimmbeteiligung möglichst breit abgestützt ist», sagt Gemeindepräsident Beat Weibel. Sollte das Darlehen genehmigt werden, können die Alterswohnungen laut Gemeinderat rasch gebaut werden. Dass die Zustimmung am Sonntag wieder so breit ausfallen wird, wie es bei der Abstimmung von 2012 der Fall war, ist zu bezweifeln, da an der letzten Gemeindeversammlung einige kritische Voten zum Projekt zu hören waren. Lehnen die Stimmbürger die Vorlage ab, ist es der Genossenschaft Wohnen im Alter selbst überlassen, wie sie weiter vorgehen will.

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

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