Biberlehrpfad Oberbüren bekommt ein neues Gesicht: WWF bemüht sich um Unterstützung vom Kulturamt St.Gallen

Der WWF-Biberlehrpfad zwischen Oberbüren und Niederbüren soll bis im Mai 2021 erneuert werden. Dafür sind 37'000 Franken aus dem Lotteriefonds des Kantons St.Gallen angefragt worden.

Simon Bernhardsgrütter
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Auch wenn man den Biber selten sieht: Seine Bauten sind unverkennbar.

Auch wenn man den Biber selten sieht: Seine Bauten sind unverkennbar.

Bild: Kurt Latzer

Am Uferweg entlang der Thur zwischen Oberbüren und Niederbüren wurde im Jahr 2009 vom WWF St. Gallen ein Biberlehrpfad errichtet. Dieser besteht aus zehn Informationstafeln. Die Tafeln vermitteln Wissen über den Biber und seine Lebensweise sowie den Wert und die Bedeutung von Fliessgewässern. Doch die Verschleisserscheinungen sind nun deutlich sichtbar. Deshalb plant der WWF eine Überarbeitung und Erneuerung des Pfads.

Nicht nur eine Erneuerung, sondern ein Ausbau

Nicht nur die Holzgestelle sollen ausgetauscht werden. Der WWF will auch die Informationstafeln erneuern. Laut Sieke Paysen, WWF-Projektleiterin für schulische Umweltbildung, umfasse das Ziel der Erneuerung auch eine ansprechendere Gestaltung der Tafeln. Das Hauptaugenmerk der Erneuerung liege auf der Robustheit und der Langlebigkeit. Ebenfalls angepasst werde der Informationsumfang, wie zum Beispiel zum Biberbestand, welcher sich seit der Eröffnung vor elf Jahren verändert habe.

Zusätzlich sind verschiedenste Spielgeräte wie einen Biberbau aus Holz oder eine Biberrutsche und weitere interaktive Elemente geplant. Mit den biberspezifischen Geräten versucht der WWF laut der Projektleiterin die Attraktivität des Pfades für Familien mit Kinder zu steigern. Für den Unterhalt ist die Natur- und Umweltorganisation selber verantwortlich. Sieke Paysen sagt:

«Die Gemeinde Oberbüren unterstützt uns im Thema Unterhalt grosszügig.»

Dies unter anderem auch darum, weil der Uferweg entlang der Thur sowieso beliebt sei und viel genutzt werde. Es gäbe also auch andere Unterhaltsarbeiten in der Nähe zu vollziehen.

Laut Kulturamt St. Gallen sei mit Gesamtkosten von 113'850 Franken und Eigenleistungen von 10'000 Franken zu rechnen. Davon werden rund 60'000 Franken aus der privaten Förderung erwartet und weitere 4000 Franken seien bei den Gemeinden angefragt. Die angefragte Unterstützung des Kulturamtes aus dem Lotteriefonds beträgt 37'000 Franken.

Thema Biber in Schulen

WWF bietet 15 verschiedene Kurse an Schulen an. Während diesen gestalten sie drei Lektionen oder gehen mit den Schülern einen Morgen lang in den Wald. Damit wollen sie den Kindern die Umwelt und Natur näher bringen. Ein Angebot umfasst eine Führung auf dem Biberlehrpfad. Doch nicht nur Schulklassen machen von diesen Angeboten Gebrauch. Auch Naturschutzvereine und ähnliche Organisationen sind an solchen Führungen interessiert.