Bewilligungen nach gleichen Massstäben verteilen

Der Gemeinderat Niederhelfenschwil hat einen Leitfaden erlassen, welcher die Bewilligungspflicht von Anlässen definiert. Veranstalter haben aber keine höheren Auflagen zu befürchten.

Gianni Amstutz
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«Der Leitfaden ist für die Gemeinde ein Instrument, mit dem sie die Fairness bei der Bewilligung von Anlässen garantieren kann», sagt Niederhelfenschwils Gemeindepräsident Simon Thalmann. Es gehe darum, sich auf eine einheitliche Handhabung stützen zu können bei der Frage, welche Veranstaltungen einer Bewilligungspflicht unterliegen. Damit würden soweit wie möglich gleiche Massstäbe für alle geschaffen.

Die Bewilligungspflicht bezieht sich vor allem auf bauliche Massnahmen und den Brandschutz. Ziel ist es, die Sicherheit für Veranstalter und Besucher zu erhöhen. Vereine und Private müssten aber nicht besorgt sein, dass sie ihre Veranstaltungen künftig nicht mehr durchführen könnten, weil keine Bewilligung erteilt werde. «Die Auflagen werden durch den Leitfaden nicht erhöht», versichert Thalmann.

Doch wann braucht es denn gemäss den neuen Richtlinien eine Bewilligung? Einerseits ist dies bei Veranstaltungen, die bewilligungspflichtige bauliche Massnahmen mit sich bringen, wie beispielsweise das Aufstellen von Zelten oder Umnutzung eines bestehenden Gebäudes der Fall. Weiter kann auch die Anzahl der Teilnehmer eine Bewilligung nötig machen. Bei öffentlichen Anlässen liegt die Grenze dafür bei 150 Personen, bei privaten bei 200 Personen. Schliesslich unterliegen auch Veranstaltungen auf öffentlichem Grund oder auf Grundstücken, die im Grundeigentum der Politischen Gemeinde Niederhelfenschwil liegen, einer Bewilligungspflicht. Das dafür nötige Formular kann von der Gemeindewebsite heruntergeladen werden.