BEWILLIGT: Neue Leitung nach Magdenau

Die Wasserversorgungen von Wolfertswil und Magdenau sollen verbunden werden. Wolfertswil kostet dies 60000 Franken.

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36 von 304 Stimmberechtigten nahmen am Montag an der Versammlung der Dorfkorporation Wolfertswil im Restaurant Löwen teil. Präsident Markus Heimbeck, Finanzchef Martin Federer und Wasserchef Herberth Dux informierten über die Geschäfte. Zu reden gab vor allem die geplante Verbindung der Wasserversorgungen von Wolfertswil und Magdenau, für die die Dorfkorporation 60000 Franken budgetiert. Die Bürgerversammlung von Degersheim hat mit dem Budget 2017 dafür 455000 Franken bewilligt.

Zu wenig für den Netzunterhalt getan?

Das Projekt umfasst eine neue Wasserleitung von der Dorfkreuzung in Wolfertswil zum Anschluss ans Netz von Magdenau. Magdenau hat eine eigene Wasserversorgung ohne Verbindung zu benachbarten Netzen. Die heutige Leitung, die laut Martin Federer erst in rund 15 Jahren ersetzt werden müsste, ist zu klein, wenn auch Magdenau versorgt werden soll. Im Siedlungsgebiet wird wohl die knapp 15 Jahre alte Strasse aufgerissen und eine neue Leitung verlegt. Ausserhalb des Siedlungsgebiets kommt die Leitung voraussichtlich neben die Strasse zu liegen. Martin Federer sagte, die Dorfkorporation strebe eine Kompensation für den vorzeitigen Ersatz der Leitung an. Ein Votant warf der Wasserversorgung Magdenau vor, sie habe jahrelang zu wenig für den Unterhalt des Netzes getan.

Vergangenes Jahr erneuerte die Dorfkorporation das Stromnetz im Raum Austrasse. Da die Erschliessung von zwei Seiten realisiert wurde, verbessert sich die Versorgungssicherheit. Im Bereich Wasser kam der bauliche Unterhalt der Pumpstation günstiger zu stehen als geplant. Die Dorfkorporation kann laut Martin Federer die Investitionen weiterhin aus eigenen Mitteln finanzieren.

Ebenfalls 2016 ersetzte die Korporation bei der Hälfte der Hydranten die Oberteile. Dieses Jahr folgt der Rest. Zudem soll die Pumpstation 3, die bei trockenem Wetter benötigt wird, eine automatische Steuerung erhalten. Nachdem das Zielgelände des Schiessstands abgebaut war, wurden oberhalb des Areals Wasserproben entnommen. Diese ergaben, dass das Wasser keine Rückstände von Blei enthält.

Glasfasern bis in die Verteilkabinen

Die Versammlung hiess die Rechnung 2016 und das Budget 2017 gut, bei der Rechnung einstimmig, beim Budget mit zwei Enthaltungen.

Im Investitionsprogramm ist für 2018 im Bereich Elektra unter anderem die Erschliessung der Verteilkabinen durch Glasfaserleitungen aufgeführt. Damit könnten die Strom- und die Wasserzähler automatisch abgelesen werden, sagte Markus Heimbeck. Die Kosten werden auf rund 100000 Franken geschätzt. In der Planung figuriert auch ein Vorprojekt für Glasfaserleitungen bis in die Gebäude mit einem Kostenrahmen von 50 000 Franken. Die entsprechenden Kredite sind allerdings noch nicht gesprochen.

Martin Knoepfel

redaktion@toggenburgmedien.ch