BEVÖLKERUNGSWACHSTUM: Erstmals über 115000 Einwohner

In den 22 Gemeinden der Regio Wil lebten Ende 2016 über 9000 Personen mehr als noch vor sechs Jahren. Die Hinterthurgauer Gemeinden sind prozentual stärker als die St. Galler gewachsen.

Hans Suter
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Industrie, Gewerbe und Detailhandel, Kultur und ÖV-Anbindung: Die Stadt Wil wirkt vielschichtig als regionales Zentrum. (Bild: PD)

Industrie, Gewerbe und Detailhandel, Kultur und ÖV-Anbindung: Die Stadt Wil wirkt vielschichtig als regionales Zentrum. (Bild: PD)

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

Im Einzugsgebiet der Regio Wil lebten Ende 2010 insgesamt 105960 Personen: 64119 in den 9 St. Galler und 41841 in den 13 Thurgauer Gemeinden. Sechs Jahre später zeigt sich folgendes Bild: Die Bevölkerung der St. Galler Gemeinden ist auf 68 849 Personen gewachsen (+7,34%), jene der Thurgauer Gemeinden auf 46250 Einwohnerinnen und Einwohner (+10,5%). Damit ist die Zahl der Gesamtbevölkerung auf 115099 Personen gestiegen. Das ist ein neuer Rekord.

Über alle 22 Gemeinden betrachtet liegt das durchschnittliche Wachstum bei 8,61 Prozent, was rund 1,4 Prozent pro Jahr entspricht. Innerhalb der einzelnen Gemeinden gibt es allerdings grosse Unterschiede, sowohl nominal als auch prozentual.

Nominal sieht gut aus, ist aber nicht immer besser

Bei den St. Galler Gemeinden schwingt die Stadt Wil (inklusive der ehemaligen Politischen Gemeinde Bronschhofen) mit einer Bevölkerungszunahme von 1098 Personen obenaus. An zweiter Stelle folgt Kirchberg mit 784 Einwohnerinnen und Einwohnern mehr als noch Ende 2010, den dritten Rang belegt Oberuzwil mit einem Plus von 569 Personen. Auf den weiteren Plätzen folgen Zuzwil (+250), Jonsch­wil (+192), Niederhelfenschwil (+149), Lütisburg (+144), Oberbüren (+115, ab 2012 inklusive Niederwil) und Uzwil (+94).

Wie aber sieht dieses Wachstum prozentual zur Bevölkerung aus? Mit einem Plus von 10,4 Prozent liegt Lütisburg an der Spitze, gefolgt von Oberuzwil mit 9,8 Prozent und Kirchberg mit 9,7 Prozent. Alle anderen St. Galler Gemeinden liegen unter dem Durchschnitt der neun St. Galler Gemeinden von 7,37 Prozent und unter dem Gesamtwachstum der Regio Wil von 8,61 Prozent. Die Raten bewegen sich zwischen 5,3 Prozent in Jonschwil und 0,75 Prozent in Uzwil. Die Stadt Wil weist ein Wachstum von nur 4,48 Prozent aus, obwohl sie nominal mit netto 1098 Neuzugezogenen an der Spitze liegt.

Starkes prozentuales Wachstum im Thurgau

Die 13 Thurgauer Gemeinden sind um 10,5 Prozent von 41841 auf 46250 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen. Spitzenreiterin ist die Gemeinde Wilen mit einem Plus von 19,4 Prozent, gefolgt von Tobel-Tägerschen (+14,3%), Münchwilen (+12,1%), Rickenbach (+11,9%), Eschlikon (+11,75%), Wängi (+10,6%), Braunau und Bettwiesen (je +10,5%) sowie Lommis (+10,4%). Weniger als 10 Prozent Wachstum weisen nur drei Gemeinden aus: Aadorf (+9,8%), Sirnach (+9,3%) und Fischingen (+3,85%).

Nominal am stärksten gewachsen ist Aadorf mit 791 Einwohnerinnen und Einwohnern mehr, gefolgt von Sirnach (+658), Münchwilen (+577), Eschlikon (+452), Wilen (+403), Rickenbach (+294), Bichelsee-Balterswil und Tobel-Tägerschen (je +198) sowie Lommis (+114).