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BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG: Lütisburg legte am stärksten zu

Die Region Wil ist auch vergangenes Jahr gewachsen – dieses Mal um gut 1000 Personen. Mit 6,2 Prozent weist die 1500-Seelen-Gemeinde Lütisburg den grössten Zuwachs aus. Nur in Degersheim musste für 2016 ein Minus konstatiert werden.
Simon Dudle
Keine Gemeinde im Kanton St. Gallen ist verhältnismässig stärker gewachsen als Lütisburg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Keine Gemeinde im Kanton St. Gallen ist verhältnismässig stärker gewachsen als Lütisburg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Die Region Wil wächst und wächst. Wie schon in den vergangenen Jahren ist der Zustrom ungebrochen – und er betrifft fast alle Gemeinden. Einzig in Degersheim war die Einwohnerzahl Ende Jahr tiefer als zu Beginn. Um 14 Personen auf deren 3986 ist die Gemeinde geschrumpft, womit die 4000er-Grenze nicht mehr erreicht wurde. «Die Einwohnerzahl per Anfang 2016 war vergleichsweise hoch und hat sich im Verlauf des Jahres im langjährigen Mittel eingependelt. Es handelt sich beim Jahresvergleich um eine natürliche Fluk­tuation», sagt Petra Hollenstein, stellvertretende Gemeinderatsschreiberin von Degersheim. Sie ergänzt, der Kanton gehe davon aus, dass die Gemeinde künftig wieder wachse und bis 2040 rund 4600 Einwohner zähle.

Der prozentual grösste Anstieg in der Region wurde in Lütisburg registriert. Der Zuwachs um 90 Personen entspricht einem Wachstum von 6,2 Prozent. Bei allen anderen Gemeinden gab es einen Anstieg von maximal 2,8 Prozent. «Wir konnten mehr guten Wohnraum in Mehrfamilienhäusern und auch Einfamilienhausquartieren anbieten. Auch unsere Lage ist wegen der Verkehrsanbindung Richtung Wil, Zürich, St. Gallen und ins Toggenburg attraktiv», sagt Lütisburgs Gemeindepräsidentin Imelda Stadler. Sie geht davon aus, dass die Bevölkerung in den kommenden Jahren weiterwachsen wird, allerdings nicht mehr im Ausmass wie 2016.

Wil: Nach Verlust im Vorjahr zurück zum Wachstum

Das Toggenburg als Ganzes scheint die Talsohle durchschritten zu haben. Es wurden vergangenes Jahr 302 zusätzliche Bewohner begrüsst. Noch im letzten Jahrzehnt war fast jedes Jahr von einer Abwanderung zu berichten gewesen. Ende 2016 gab es 46214 Toggenburger – so viele wie seit 1997 nicht mehr. Trotzdem mussten sich fünf Gemeinden (Oberhelfenschwil, Lichtensteig, Hemberg, Ebnat-Kappel und Wildhaus-Alt St. Johann) mit einem Rückgang abfinden. In Nesslau ist die Zahl ganz genau gleich geblieben.

Bevölkerungsstärkste Gemeinde im Toggenburg bleibt Kirchberg. Zwar ist die Einwohnerzahl um 103 Personen gestiegen, die 9000er-Grenze wurde mit 8977 Bewohnern aber noch nicht erreicht. Der Vorsprung auf Wattwil, das im vergangenen Jahr um 49 Personen gewachsen ist und 8630 Personen zählte, wurde gleichwohl ausgebaut.

Die Stadt Wil hat um 80 Einwohner zugelegt. Das ist weniger als Lütisburg, aber immerhin ein Wachstum. Im Jahr zuvor war erstmals seit geraumer Zeit von einem Rückgang zu berichten ­gewesen. Jene 48 Personen, die 2015 abgewandert waren, sind somit kompensiert. Per Ende 2016 wohnten 23747 Personen in der Äbtestadt. Wann die 24 000er-Grenze geknackt wird, ist für Stefan Hauser von der Kommunikationsabteilung der Stadt Wil schwierig abzuschätzen. Die Bevölkerungsentwicklung hange von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel, ob eine grössere Überbauung bezogen werde. «Dass Wil tendenziell wächst, ist unbestritten. Die Wachstumsprognose von einem Prozent, die der damalige Stadtrat in der Amtsdauer 2009 bis 2012 geäussert hatte, ist aber wohl etwas zu optimistisch», sagt Hauser.

Der Kanton St. Gallen ist im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent gewachsen, die Stadt Wil «nur» um 0,3 Prozent.

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