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BETTENAU: Ein Dorf macht gemeinsame Sache

Im kleinen Weiler sind zum sechsten Mal Adventsfenster gestaltet worden. Bei insgesamt 75 Einwohnern in 30 Wohnhäusern ist so gut wie das ganze Dorf bei der Gestaltung der Fenster engagiert.
Josephine Opprecht
Bereits seit 18 Jahren sind alle drei Jahre die selbst gestalteten Adventsfenster in Bettenau zu bestaunen.

Bereits seit 18 Jahren sind alle drei Jahre die selbst gestalteten Adventsfenster in Bettenau zu bestaunen.

Josephine Opprecht

josephine.opprecht@wilerzeitung.ch

Nachdem Sabine Gämperli von anderen Ortschaften mit Adventsfenstern gehört hatte, brachte sie vor 18 Jahren an der Hauptversammlung der Interessensgemeinschaft Bettenau den Vorschlag, alle drei Jahre ebenfalls Adventsfenster im Dorf zu gestalten. Die Bettenauer waren nicht abgeneigt und seitdem sind Sabine Gämperli die Organisatorin und die Bewohner engagiert mit dabei.

«Es gibt nur 30 Häuser in Bettenau, was bedeutet, dass eigentlich alle mitmachen. Von Familien über Rentner und Alleinstehenden bis hin zu jungen Paaren sind alle dabei. Der Zusammenhalt in unserem Dorf ist sehr stark», sagt Gämperli. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes seien auch sehr stolz darauf. «Jonschwil und Schwarzenbach schaffen es beispielsweise nicht mehr, genügend Leute zu finden, die bereit sind mitzumachen. Wir sind die Einzigen hier in der Gegend, die das noch hinkriegen», sagt Gämperli. Gerade weil es in Bettenau so wenige Einwohner hat, gehe es den meisten vor allem ums Mitmachen beziehungsweise darum, an einem gemeinsamen Projekt teilzuhaben.

Zudem sei es motivierend zu wissen, dass Bettenau ein beliebter Ort für Spaziergänger aus der Gegend ist und sich so sicherlich auch der eine oder andere Besucher von auswärts die Adventsfenster ansieht.

Der Kreativität freien Lauf lassen

Für gewöhnlich würde sie die Leute anrufen und fragen, ob sie Lust hätten, ein Fenster zu gestalten, sagt Sabine Gämperli. «Weil sie wissen, dass es nicht viele im Dorf gibt, machen sie gerne mit.» Und wer mal ein Adventsfenster gestaltet habe, mache für gewöhnlich auch das nächste Mal wieder mit. «Wenn es schwierig wird, alle 24 Fenster zu vergeben, dann erklären sich einige dazu bereit, auch zwei Fenster zu dekorieren.» In der Gestaltung der Fenster sind die Bettenauer völlig frei. Hauptsächlich würden aber Weihnachtsmotive gewählt, die ganz verschieden umgesetzt werden. «Dieses Jahr hat zum Beispiel jemand lauter Playmobil-Figuren in sein Fenster gestellt, von denen alle ein Schildchen mit einem Buchstaben darauf halten. Zusammen ergeben die einzelnen Buchstaben den Satz ‹Wir wünschen euch allen eine schöne Adventszeit›», erzählt Gämperli.

Jemand anderes habe für sein Adventsfenster ganz schlicht die Zahl 23 aus Holz gefertigt. Klassische Weihnachtsmotive wie Tannenbäume oder Schneemänner seien natürlich auch vertreten. «Die Gestaltung meiner eigenen Adventsfenster bespreche ich gemeinsam mit meiner Tochter. Als Inspiration dienen uns beispielsweise Motive aus den Malbüchern ihrer Kindheit.»

Gelegenheit für gemütliches Beisammensein

Einige Mitgestalter der Adventsfenster organisieren manchmal auch Fensteröffnungen, das sei aber freiwillig. Dabei werden die Nachbarn zu Punsch, Glühwein und Guetzli eingeladen. «Es bereitet den Leuten Freude, die anderen aus dem Dorf wieder einmal einzuladen und sich auszutauschen.» Dieses Jahr hätten beispielsweise die Gestalter der Fenster mit den Nummern vier, fünf und neun Fensteröffnungen organisiert, sagt Gämperli.

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