Besser dank runder Hausaufgaben

Üben, egal wo und wann: Der Katholische Kirchenchor Cäcilia macht dies dank CDs möglich. Nach der Premiere an Weihnachten wagt der Chor an Pfingsten eine Fortsetzung: Projektsingende sollen den Chor unterstützen.

Christine Gregorin
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Mitte Februar hat Philippe Frey die neuen Tonträger zugunsten des zweiten Singprojekts verteilt, vorderhand an die aktuellen Chormitglieder. (Bild: Christine Gregorin)

Mitte Februar hat Philippe Frey die neuen Tonträger zugunsten des zweiten Singprojekts verteilt, vorderhand an die aktuellen Chormitglieder. (Bild: Christine Gregorin)

FLAWIL. Gemäss allgemeingültiger These soll die gute Vorbereitung ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg sein. So auch beim Singen: tief ein- sowie ausatmen, beide Arme locker vom Hocker vor dem Körper durchschwingen und dabei mit einem anmutigen Lächeln Contenance bewahren, um anschliessend eine während des Einsingens übliche Tonleiter nach der anderen zu trällern.

Zunächst demonstriert Dirigent Philippe Frey, wie es geht. In der Folge tun es die Probenden ihrem Chorleiter gleich. Sein enthusiastischer Elan wirkt ansteckend und macht – ohne auch nur den geringsten Zweifel aufkommen zu lassen – deutlich, wie sehr ihm die Musik am Herzen liegt. Der Umgangston ist kameradschaftlich, konstruktive Kritik wird, versehen mit einer grossen Portion Humor, an die Frau oder den Mann gebracht und jedes Lob von einem anerkennenden Strahlen begleitet.

Neue Wege beschreiten

Seit vergangenem Sommer schafft Philippe Frey jeden Montagabend eine solche Wohlfühlatmosphäre. Mit seiner Verpflichtung sind indes einige Neuerungen einhergegangen: Von der um 17.30 Uhr angesetzten, ungewohnt frühen Probenzeit bis hin zur Umsetzung zweier Projekte zum Mitsingen. Und auch hier beschreitet der findige Chorleiter innovative Wege.

«Anlässlich der Weihnachtsdarbietung war der Erfolg gut hörbar, anscheinend ist das von mir initiierte Hilfsmittel rege benutzt worden», freut sich der in Wil Wohnhafte. Hatte er vorgängig doch an sämtliche Sängerinnen und Sänger einen von ihm besungenen Tonträger verteilt. Die zum Üben in den eigenen vier Wänden gedachte CD sei auf die verschiedenen Tonumfänge Sopran, Alt, Tenor und Bass zugeschnitten, auf diese Weise erhalte jeder Singende lediglich die ihr oder ihm entsprechende Stimmlage zum Mitsingen. Insbesondere die sechzehn zusätzlich mitwirkenden Projektsingenden hätten es ohne besagte Hilfe kaum schaffen können, weiss der erfahrene Dirigent. Standen diesen doch nur gerade sechs Proben zur Verfügung.

Schöner singen

«Ich kann üben, wann immer ich Zeit und Lust dazu habe», «Mehr Sicherheit speziell bei schwierigen Schlüsselstellen, -passagen oder ebensolchen Einsätzen», «Irgendwann geht die eigene Stimmlage wie von selbst ins Ohr, und ich kann nahezu auswendig singen», sind von diversen Chormitgliedern mehrfach genannte Vorteile.

Proben nicht ersetzen

Das individuelle Üben generiert also vor allem Sicherheit, vermag die gemeinsamen Proben jedoch nicht zu ersetzen. Denn hier wird letztlich zu einem Ganzen zusammengefügt und der ausgewählte Canto in Bezug auf Rhythmik und Phonetik in Einklang gebracht.