Berweger tritt nicht mehr an

Ein halbes Jahr vor den anderen Thurgauer Gemeinden wählt Sirnach im September 2014 die Behörde neu. Eine Vakanz im Gemeinderat steht fest, da Andreas Berweger nicht mehr antritt.

Olaf Kühne
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Sechs Jahre sind genug. Gemeinderat Andreas Berweger verzichtet auf eine Kandidatur im September. (Bild: Donato Caspari)

Sechs Jahre sind genug. Gemeinderat Andreas Berweger verzichtet auf eine Kandidatur im September. (Bild: Donato Caspari)

SIRNACH. Ab dem 1. Januar 2015 wird in Sirnach die Volksschulgemeinde in die Politische Gemeinde integriert sein. An die Stelle der Schulbehörde wird die Schulkommission treten, für deren Präsident ein Sitz im neuen Gemeinderat reserviert ist. Aller Voraussicht nach wird darauf dereinst der heutige Schulpräsident Urs Schrepfer Platz nehmen. Er tritt im Rahmen der vorgezogenen Gesamterneuerungswahlen am 28. September wieder an.

Keine Vakanz in der Schule

Wenig überraschend tut es ihm Gemeindeammann Kurt Baumann gleich. Ebenso die bisherigen Schulbehördenmitglieder Jacqueline Kayser, Isabel Rohner, Gabriel Walzthöny und Pascal Widmer, die vier kandidieren für die neue Schulkommission. Wegen der Sitzreservation für den Schulpräsidenten wäre bei den kommenden Wahlen ein bisheriger Gemeinderat überzählig gewesen. Durch den überraschenden sofortigen Rücktritt von Jürg Bühler Anfang Jahr schien die Sache dennoch aufzugehen. Doch nun gibt Gemeinderat Andreas Berweger bekannt, dass er – nach sechs Jahren im Amt – im Herbst nicht mehr antreten wird. Der vierfache Familienvater nennt «zeitliche Gründe» für seine Entscheidung.

Baumann will eine Frau

So geht nun Sirnach anstatt mit einem überzähligen Gemeinderat mit einem vakanten Sitz in die Wahlen. «Wieder mal eine Frau im Gremium wäre schön», formuliert Gemeindeammann Baumann seine diesbezüglichen Wünsche. Vor allem aber müsse es eine Person mit genügend zeitlichen Ressourcen sein. «Ein Gemeinderatssitz ist heute ein 20-Prozent-Job mit vielen Abendstunden», weiss Baumann.

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