Berge zu Kunst verarbeitet

Der Kulturpavillon der Psychiatrischen Klinik zeigt Bilder von Erhard Fappani und Skulpturen von Stefan Gort.

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WIL. Der Ausstellungstitel «Bergahörner» verleitet zu Mutmassungen. Kennt man jedoch die beiden Kunstschaffenden – beziehungsweise ihre Werke –, dann wird plötzlich alles klar.

Der 1936 geborene und 1999 verstorbene Erhard Fappani hatte eine besondere Beziehung zu Bergen und Hörnern. Es war ein Kletterunfall mit anschliessender Querschnittlähmung, der dazu führte, dass der frühere Maschinentechniker sein Hobby – das Malen – intensivierte. Erhard Fappanis kräftig-bunte Bergbilder sind aus verschiedenen Ausstellungen bekannt. Nicht jedoch seine nun im Kulturpavillon der Psychiatrischen Klinik ausgestellten, dunklen Bilder von hoch aufragenden, lichtlosen Felswänden, wolkenverhangenen Nachtlandschaften und abstrakten Steinformationen, welche die tragische Seite seines Lebens widerspiegeln.

Stefan Gort war mit Fappani befreundet. Der 55-Jährige ist freischaffend im Bereich Bildhauerei, Holzgestaltung, Malerei und Installation tätig. Als Erwachsenenbildner und Werklehrer arbeitet er mitunter im Patientenatelier der Psychiatrischen Klinik Wil. Als Kunstschaffender hat er verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen bestritten. Als Material für seine Skulpturen wählte er das Holz des Bergahorns. Gort beschränkt sich in der Ausstellung auf wenige, aussagekräftige Skulpturen. Wichtig ist ihm das künstlerisch-ästhetische Zusammenspiel zwischen seinen und Fappanis Werken. (pd)

Die öffentliche Vernissage findet am Freitag, 30. August, 18 bis 19.30 Uhr, im Kulturpavillon der Psychiatrischen Klinik statt. Das Grusswort spricht Regierungsrätin Heidi Hanselmann. Die Ausstellung dauert bis zum 29. September.