BEREIT: «Jetzt beginnt es zu rollen»

Nach 2013 findet in Degersheim Ende März wiederum eine Frühlings- und Gewerbeausstellung statt. Urs Aerni erzählt, weshalb er das OK-Präsidium übernommen hat und wie wichtig eine solche Plattform ist.

Zita Meienhofer
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Urs Aerni und die OK-Mitglieder haben vor einem Jahr den Stein für die Ausstellung angestossen. (Bild: Zita Meienhofer)

Urs Aerni und die OK-Mitglieder haben vor einem Jahr den Stein für die Ausstellung angestossen. (Bild: Zita Meienhofer)

Zita Meienhofer

zita.meienhofer@wilerzeitung.ch

Bislang war die Vereinigung der Fachgeschäfte für die Organisation der Frühlings- und Gewerbeausstellung verantwortlich. Nun hat der Gewerbeverein diese Arbeit übernommen. Gemeinsam zeigen 40 Gewerbler und Ladenbesitzer, was Degersheim zu bieten hat.

Urs Aerni, weshalb würden Sie die Frühlingsausstellung in Degersheim besuchen?

Weil hier das breit gefächerte Angebot des Degersheimer Gewerbes dargestellt wird. Die Stände werden bunt, vielfältig und nicht alltäglich sein, da wir keine Vorgaben gemacht haben. Jeder bemüht sich, sich originell zu präsentieren.

Haben sich die Aussteller gegenseitig angespornt?

Nicht im negativen Sinn, es herrscht kein Wettbewerbsdenken. Jeder macht, was er machen möchte. Wir, vom Ingenieurbüro SJB Kempter Fitze AG, zeigen unsere Dienstleistungen und machen zum Beispiel einen Wettbewerb. Dazu nehmen wir unser Strassenvermessungsgerät mit.

Sie sind seit 1999 im Vorstand des Gewerbevereins, von 2007 bis 2014 waren sie dessen Präsident. In jene Zeit fiel auch das 100-Jahr-Jubiläum. Was hat Sie nun motiviert, nochmals einen grösseren Anlass zu organisieren?

Das war vor allem die Tatsache, dass ich möchte, dass diese Ausstellung weiter bestehen bleibt. Denn ich bin der Ansicht, dass alles, was in einem Dorf vorhanden ist, aufrecht erhalten werden soll. Das macht das Dorfleben attraktiv.

Wo gab es Schwierigkeiten bei der Organisation dieser Ausstellung?

Das Schwierigste war, alle Wünsche gerecht zu handhaben. Sowie darauf zu beharren, dass die Stände von den Standbauern am Sonntagabend abgebaut werden müssen, damit am Montag der Schulbetrieb nicht tangiert wird.

Was hat Sie während des Vorbereitungsjahrs am meisten gefreut?

Es freut mich, dass wir unser Ziel im finanziellen Bereich erreichen konnten. Den 40 Ausstellern wird die Gelegenheit geboten, kostengünstig teilnehmen zu können. Schön ist es, dass nun vom Einmannbetrieb bis zur Bank und dem Verkehrsverein alle dabei sind – sogar die Gemeinde, die uns in früheren Jahren auch schon eine Absage erteilt hat, macht mit.

Sie sprechen von einem kostengünstigen Angebot. Was heisst das?

Ein Ladenbesitzer oder ein Gewerbler kann sich hier einen Stand leisten. Er muss dafür nicht wie an anderen Messen einen vierstelligen Frankenbetrag ausgeben. Die Standgebühren in Degersheim liegen bei 300 bis 500 Franken, weil nur minimalste Standinfrastrukturen zur Verfügung gestellt werden und ein namhafter Sponsoringbeitrag generiert werden konnte.

Degersheim ist ein übersichtliches Dorf, man kennt sich. Muss sich hier ein Ladenbesitzer, ein Gewerbler noch vorstellen?

Je nach Betrieb ist es sehr wichtig. Ein Beispiel: Ich bin seit mehr als 20 Jahren in Degersheim in diesem Ingenieurbüro tätig. Und noch heute werde ich gefragt, wo ich arbeite. Ich hatte lange Zeit dafür zu kämpfen, damit unser Büro in Degersheim wahrgenommen wird.

In einer Woche ist die Ausstellung. Was gibt es für den OK-Präsidenten noch zu tun?

Die Hauptaufgaben sind erledigt. Jetzt beginnt es zu rollen. Nun gilt es, noch administrative Aufgaben zu erledigen und unseren Stand einzurichten.