Benz-Verpflichtung scheint die Spieler neu zu motivieren

FUSSBALL. Sonniges Wetter, gut gelaunte Zuschauer und eine freundliche Begrüssung der Thurgauer Gäste – vor dem Beginn der Partie deutete alles auf einen friedlichen Fussballnachmittag auf der Rüti hin.

Dan Hertach
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FUSSBALL. Sonniges Wetter, gut gelaunte Zuschauer und eine freundliche Begrüssung der Thurgauer Gäste – vor dem Beginn der Partie deutete alles auf einen friedlichen Fussballnachmittag auf der Rüti hin. Doch spätestens nach drei Minuten war dann Schluss mit der Freundschaft: Levi stocherte nach einem Gewühl im FCB-Strafraum den Ball zum 1:0 in die Maschen. Dies sollte jedoch für lange Zeit das letzte Highlight aus Sicht der Gastgeber gewesen sein, denn fortan übernahmen die abstiegsgefährdeten Bischofszeller das Zepter. Patrik Keller im Tor des FCU musste seine ganze Klasse aufwenden, um den Ausgleich zu verhindern. Trotz defensiver Unzulänglichkeiten und vielen unnötigen Fouls konnten die Gastgeber das Gegentor bis zur 25. Minute verhindern. Der agile Spiegel, den die Uzwiler Abwehr kaum in den Griff bekam, glich nach mustergültiger Vorlage von Fitze das Spiel wieder aus. Doch obwohl sein Team kaum Kreativität gegen vorne zeigte und es stattdessen häufig mit langen Bällen versuchte, blieb Interimstrainer Roger Jäger an der Seitenlinie ruhig und versuchte, das Spiel seiner Mannschaft wieder zu strukturieren. Jägers Anweisungen schienen zu fruchten, fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff erzielte Obrist per Kopf das 2:1, welches sich aufgrund des Spielverlaufs nicht unbedingt abgezeichnet hatte.

Nach der Pause alles klar gemacht

Kaum zurück aus der Kabine, wurden die Gäste erneut kalt geduscht. Nach einem Freistoss wurde der Ball nur mangelhaft geklärt, Di Nunzios Volleyknaller landete via Pfosten bei Obrist, welcher keine Mühe hatte, zum 3:1 abzustauben. Doch wie schon in der ersten Halbzeit liessen die Uzwiler die Zügel wieder etwas schleifen, was es dem FCB erlaubte, sich ins Spiel zurückzukämpfen. Doch wieder konnte sich Uzwil auf einen starken Schlussmann verlassen, der zum wiederholten Mal mirakulös rettete. Es brauchte weitere bestimmte, aber überlegte Eingriffe Jägers, bis sich das Spiel wieder ausglich. Das deutliche Resultat und die zunehmende Stabilisierung der einheimischen Defensive nahm dem motivierten Aufsteiger je länger je mehr den Mumm, an eine Wende zu glauben. Uzwil verwaltete geschickt, während die Gäste immer mehr resignierten. So entwickelte sich eine Endphase ohne echte Torchancen, in der das Heimteam auf Konter lauerte. In der 84. Minute versetzte Levi mit dem 4:1 und seinem zweiten persönlichen Treffer dem Gast den Gnadenstoss.

Träumen erlaubt

Die vor kurzem bekanntgegebene Verpflichtung von René Benz als neuen Trainer des FCU dürfte die Spieler noch weiter motivieren, sich dem zukünftigen Chef gut zu präsentieren. Aber auch in den fünf verbleibenden Saisonspielen bleibt für den FC Uzwil noch vieles möglich. Mit einem Sieg am nächsten Samstag gegen Herisau könnte man bis auf zwei Punkte an den Tabellendritten heranrücken und die Saison doch noch befriedigend beenden.

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