Benefizkonzert für «Lindenbaum»

In der Kirche Mogelsberg spielten Eva Kovarik und Miklos Arpas am Sonntag ein beeindruckendes Benefizkonzert für die Stiftung Lindenbaum in Nassen.

Andrea Perks
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Mogelsberg. Auf die Idee ein Benefizkonzert zu organisieren, kam der evangelisch-reformierte Pfarrer Thomas Hafner, weil er sich und der Kirchgemeinde eine Freude machen wollte. Niklos Arpas, der Organist, spielte schon das Eröffnungskonzert der 200-Jahr-Feier der Kirche Mogelsberg, darum wusste Hafner, worauf er sich einliess. «Ich war überzeugt, gute Musikqualität in die Kirche zu holen», erklärte er seinen Entscheid.

Anspruchsvolle Darbietungen

In der Tat trugen Arpas und seine Begleiterin Eva Kovarik an der Geige zum Teil sehr anspruchsvolle Stücke vor. Arpas spielte ein Menuette von Wolfgang A. Mozart in einer von ihm selbst erarbeiteten Orgelversion. «Ich mag die Musik von Mozart sehr, doch leider gibt es kein Orgelwerk von dem Komponisten», erklärte er dem Publikum. Die Werke eines neuzeitlicheren Musikers Fritz Kreisler hörten sich einmal romantisch und freudig an, dann wieder traurig und sehnsüchtig. Jazzelemente von Brian Bonsor animierten zum Mitwippen. Töne, bei denen das Ohr glaubte, sie schon irgendwo gehört zu haben, strömten durch die ansonsten stille Kirche. Die Zuhörer lauschten andächtig und verträumt. Leider besuchten nur rund dreissig Personen das Konzert, was daran gelegen haben könnte, dass die Skiferien am Wochenende begonnen hatten.

Niklos Arpas wurde in Ungarn geboren und spielt seit er sechs Jahre alt ist Klavier. Er wohnt in der Schweiz, ebenso seine aus der Tschechoslowakei stammende Begleiterin. Die beiden kennen sich seit längerer Zeit und geben immer wieder Konzerte.

Kollekte für Verein Lindenbaum

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden – das war wohl ein Hauptgedanke des Kirchenvorstandes bei der Organisation des Konzertes. Auf die Frage, warum gerade der Verein Lindenbaum die Kollekte erhalten sollte, erwiderte Hafner: «Der Verein entlastet Angehörige von Menschen mit Behinderung. Das ist eine gute Sache und der Verein hat seinen Sitz in der Kirchgemeinde Mogelsberg. Da liegt es nahe, eine Spende dahin zu geben, wo sie auch benötigt wird.» Der Verein bietet in Nassen Entlastungs- und Ferienplätze für Menschen mit Behinderung ab 18 Jahren an. In einem gemütlich eingerichteten Sechs-Zimmer-Haus mit Garten erhalten diese Menschen die Möglichkeit, einmal für ein paar Tage oder Wochen auszuspannen. Die maximal vier Feriengäste werden von einer diplomierten Sozialpädagogin und zwei Helferinnen betreut. Das bedeutet auch eine Entlastung für die Familienangehörigen, die sich sonst rundum um sie kümmern.

Der Kanton oder die IV beteiligen sich nicht an Feriengeldern für Menschen mit einer Behinderung. Das heisst, dass der Verein hauptsächlich über Spendengelder finanziert wird und darum auf finanzielle Hilfe von aussen angewiesen ist. Im vergangenen Jahr konnte das zehnjährige Jubiläum gefeiert werden. Es zeigt sich also, dass Bedarf an einer solchen Einrichtung besteht.

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