BELEBUNG: Die Plattform kehrt zurück

Auf dem Bärenplatz in der Wiler Altstadt errichtet die Stadt einen Pavillon. Wie beim Versuch im vergangenen Jahr soll dieser für Aktivitäten zur Verfügung stehen.

Philipp Haag
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Die Bodenkonstruktion des Pavillons unterhalb des Bärenbrunnens ist bereits aufgestellt. (Bild: Philipp Haag)

Die Bodenkonstruktion des Pavillons unterhalb des Bärenbrunnens ist bereits aufgestellt. (Bild: Philipp Haag)

Philipp Haag

philipp.haag@wilerzeitung.ch

Die den Bärenplatz umgebenden Häuser sind das westliche Tor zur Wiler Altstadt. Der Platz unterhalb des Bärenbrunnens, dessen Figur der Wiler Bildhauer Werner Hilber gefertigt hatte, ist ein brachliegendes Bijou, an dem die meisten Leute achtlos vorbeigehen. Nun soll der Bärenplatz belebt werden. Die Stadt errichtet eine Plattform, die mit verschiedenen Aktivitäten vielfältig genutzt werden soll. Das Baugesuch ist noch bis am nächsten Freitag öffentlich aufgelegt.

Bereits im vergangenen Jahr war der Pavillon auf der Fläche zwischen Späti Wohnkultur und dem Café La Moka aufgestellt. Damals war es ein Versuch im Rahmen der Vernehmlassung zum Altstadtleitbild. Es sollte aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten bestehen, den Platz sinnvoll zu nutzen. Auf vielseitigen Wunsch war die Betriebsbewilligung bis in den Herbst verlängert worden. Nun kommt es zu einer Wiederholung. Im mittlerweile vorliegenden Altstadtleitbild ist im Handlungsbereich «Aufenthaltsqualität erhöhen» die Schaffung eines «stimmungsvollen Empfangs- und Aufenthaltsbereichs für die Altstadtbesuchenden auf dem Bärenplatz» als Ziel enthalten. «Die Plattform greift dieses Ziel auf», heisst es von Seiten des federführenden Departements Bau, Umwelt und Verkehr (BUV) auf Anfrage.

Aus Holzelementen und in schlichter Bauweise

Das überdachte Podium, dessen Boden bereits ausgelegt ist, ist rund sechs auf sechs Meter gross. Die aus Holzelementen gefertigte und in einer schlichten Bauweise gehaltene Plattform soll bis im November betrieben werden, um sie anschliessend über den Winter einzulagern. Es handelt sich wie bereits im vergangenen Jahr um keine definitive Baute, sondern um ein Provisorium. Die provisorische Nutzungsdauer der temporären Installation ist auf fünf Jahre ausgelegt. «In dieser Zeit sollen die Erfahrungen mit dem Gestaltungselement jährlich ausgewertet werden. Die Erkenntnisse fliessen nicht nur in den weiteren Provisoriumsbetrieb ein, sondern dienen insbesondere auch als Anhaltspunkte für die Erarbeitung einer definitiven baulichen Lösung», hält das BUV fest.

Wann die Baute in diesem Jahr in Betrieb genommen wird, steht noch nicht fest. Da noch kein Betriebs- und Nutzungskonzept vorliegt, ist es gemäss BUV vorgesehen, den Betrieb respektive die Verwaltung der Plattform an einen Dritten auszulagern, allenfalls an das Café La Moka, welches den Pavillon im vergangenen Jahr vornehmlich als Aussenterrasse nutzte. «Damit verbunden wäre aber die verbindliche Auflage, auch weitere Nutzerinnen und Nutzer einzubeziehen und diese Nutzungen zu koordinieren beziehungsweise die Plattform unter Einhaltung einer ausreichenden Anmeldefrist auch Dritten zur Verfügung zu stellen», macht das BUV klare Vorgaben.

Nachtruhe der Anwohner soll nicht gestört werden

Die Nutzungszeiten der Plattform richten sich nach dem Immissionsschutzreglement der Stadt Wil. Laut Artikel 5 sind Aussenanlagen, insbesondere Gartenwirtschaften, ab 22 Uhr so zu betreiben, dass Anwohnende nicht in ihrer Nachtruhe gestört werden. Freitags und samstags, ausgenommen öffentliche Ruhetage, sowie an Vorabenden vor öffentlichen Ruhetagen gilt die Einschränkung erst ab 24 Uhr. Ergänzend dazu können Be- stimmungen aus einer Betriebsbewilligung oder Konzession kommen.

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