Bekenntnis zum Standort Flawil

Die Firma Büchi Labortechnik AG baut aus. Im Dezember erfolgte der Spatenstich für ein neues Betriebsgebäude. Das zweigeschossige Bauprojekt mit einer Länge von 140 Metern soll bis im Sommer 2015 fertiggestellt sein.

Monique Stäger
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FLAWIL. Mit positiven Neuigkeiten aus der Flawiler Wirtschaft kann die Firma Büchi Labortechnik AG aufwarten. Das global tätige Unternehmen mit Sitz in der Meiersegg in Flawil investiert in ein neues Betriebsgebäude: mit einer Länge von 140 Metern und einer Gesamtfläche von 12 000 Quadratmetern auf zwei Etagen.

Altes muss Neuem weichen

Das Stammhaus der Büchi AG in Flawil besteht aus vier Gebäudeteilen. Aus Platzgründen hat die die Firma in der Glatthalde zusätzliche Produktionsfläche gemietet. «Dort sind die mechanische Fertigung, die Glasfertigung und die Baugruppenmontage untergebracht», erklärt Thomas Liner, CEO der Büchi AG. Zwei dieser Bereiche – die mechanische Fertigung und die Baugruppenmontage – werden ins neue Betriebsgebäude umziehen. Dort soll auch die Endmontage untergebracht werden. «Die Gebäude drei und vier – das heutige Hochregallager und die aktuelle Montagehalle – werden abgerissen.»

Produktion optimiert

Die Produktionsabläufe der Firma Büchi AG haben in den vergangenen Jahren eine starke Veränderung erfahren. Lean Production – schlanke Prozesse –, erklärt Thomas Liner den Fachbegriff. «Das Hochregallager ist nur noch zu einem knappen Viertel gefüllt, das brauchen wir künftig nicht mehr», betont der CEO. «Die Teile kommen vom Lieferanten direkt zur Montage.» Durch die optimierte Lagerbewirtschaftung würden Kosten eingespart. «Lager gleich Verschwendung», bringt Thomas Liner die Philosophie der Lean Production auf den Punkt. Die Optimierung der Abläufe werde unterstützt durch die Architektur des neuen Gebäudes. «Alles auf zwei Etagen», fasst Liner zusammen.

Lean Production, bessere, schnellere Abläufe: Hat das einen Einfluss auf die Mitarbeiterzahl? Thomas Liner verneint diese Frage klar. «Was wir hier einsparen, brauchen wir woanders. Wir wollen weiter wachsen.»

Keine Massenproduktion

Mit diesem Neubau, der rund 30 Mio. Franken kosten wird, bekennt sich die Firma Büchi Labortechnik AG klar zum Standort Flawil. «Für unser Unternehmen ist der Werkplatz Schweiz gut. Wir können hier aus der Stärke heraus agieren und weitere Entwicklungen vorantreiben», sagt Liner. «Das heisst im globalen Umfeld gesehen aber nicht, dass wir uns im asiatischen Markt nicht auch stärken wollen.» Die Firma sei in Bezug auf Produktivität und Qualität herausragend. «Zur Entwicklung und Herstellung unserer Präzisionsinstrumente brauchen wir unsere qualifizierten Mitarbeiter», betont der CEO. «Für den Standort Flawil spricht auch das Produktprogramm. Wir produzieren viele Varianten in beschränkter Stückzahl. Wir haben keine Massenproduktion.»

In zwei Etappen

Das Betriebsgebäude wird in zwei Bauetappen erstellt. Im Dezember des vergangenen Jahres erfolgte der Spatenstich für die erste Etappe. «Mit der gesamten Belegschaft», fügt der CEO hinzu. Bis im Sommer 2014 soll die erste Etappe fertig sein. Dann wird von der alten Montagehalle (Gebäude vier) in den Neubau gezügelt, und die Gebäude drei und vier werden abgerissen. In einer zweiten Etappe wird der Neubau fertiggestellt. «Es wird keinen Produktionsunterbruch geben», sagt Liner. Im Sommer 2015 soll das gesamte Gebäude stehen. Liner ist vom Projekt überzeugt: «Es resultiert aus einem Projektwettbewerb, und wir haben das Optimum herausgeholt.» Das Energiekonzept sei ausgeklügelt. Liner rechnet bei den Energiekosten mit Einsparungen von mehr als 100 000 Franken pro Jahr.

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