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Beinahe hätte Martin Sewer das Bierfass an der Hofchilbi mit dem Schwert angestochen

Vom trüben Nass liess sich an Hofchilbi niemand stören. Die Gäste kamen zudem in den Genuss einer ungewöhnlichen Performance
Christoph Heer
Mit einem Schwert-Fassanstich hätte Martin Sewer Geschichte geschrieben. Für den richtigen Fassanstich nahm er dann jedoch den Holzhammer in die Hand. (Bilder: Christoph Heer)

Mit einem Schwert-Fassanstich hätte Martin Sewer Geschichte geschrieben. Für den richtigen Fassanstich nahm er dann jedoch den Holzhammer in die Hand. (Bilder: Christoph Heer)

Regen hin, wenige Besucher her: Es kann passieren was will, die Organisatoren rund um die Handballer vom KTV Wil sorgen bei jeder Witterung für eine funktionierende Hofchilbi. Natürlich sieht man sich dabei grossen Herausforderungen gegenüber, doch die gute Laune lässt man sich wegen dem Regen nicht verderben.

Das bewies schon der VIP-Apéro auf der Hofterrasse. Zwar herrschte für einmal kein dichtes Gedränge, dafür wird es umso sympathischer, wenn untereinander mit Regenschirmen und Regenschutz ausgeholfen wird. Und eigentlich hat der Regen ja auch sein Gutes, suchten doch die Besucher an den Ständen Unterschlupf und warteten, bis der Regen etwas nachliess. So genoss der wetterfeste Hofchilbi-Besucher quasi an der Mojito-Quelle, oder gleich neben dem Bierzapfhahn, die ersten Stunden dieser 47. Austragung – Hauptsache unter Dach. Der KTV Handball Wil feierte gleichzeitig ein eigenes Jubiläum. OK-Präsident Rico Kreis betonte, es sei für die Handballer bereits das 30. Mal, dass sie die Hofchilbi organisiert hätten.

Die Einfuhr mit dem Sechsspänner. Ehrengast Martin Sewer (vorne, zweiter von links) geniesst die Fahrt trotz wenigen Besucher zu diesem verregneten Zeitpunkt. (Bilder: Christoph Heer)Die Einfuhr mit dem Sechsspänner. Ehrengast Martin Sewer (vorne, zweiter von links) geniesst die Fahrt trotz wenigen Besucher zu diesem verregneten Zeitpunkt. (Bilder: Christoph Heer)
Kung-Fu Grossmeister Martin Sewer hätte mit einem Schwert-Fassanstich Geschichte geschrieben.Kung-Fu Grossmeister Martin Sewer hätte mit einem Schwert-Fassanstich Geschichte geschrieben.
Lediglich zwei Schläge brauchte Sewer, bis das Bier floss.Lediglich zwei Schläge brauchte Sewer, bis das Bier floss.
Eine tolle Performance der Kung-Fu-Schüler von Martin Sewer.Eine tolle Performance der Kung-Fu-Schüler von Martin Sewer.
Im Interview stand Sewer OK-Präsident Rico Kreis Red und Antwort.Im Interview stand Sewer OK-Präsident Rico Kreis Red und Antwort.
Schmackhaftes und Durstlöschendes gab es am VIP-Apéro.Schmackhaftes und Durstlöschendes gab es am VIP-Apéro.
Zu Beginn der Hofchilbi regnete es in Strömen. Einige Dutzend Besucher liessen sich davon aber nicht abhalten und feierten Wil, die 47. Hofchilbi und sich selber.Zu Beginn der Hofchilbi regnete es in Strömen. Einige Dutzend Besucher liessen sich davon aber nicht abhalten und feierten Wil, die 47. Hofchilbi und sich selber.
An der Mojito-Bar sorgen Handballerinnen vom KTV Wil für das Wohl der Hofchilbibesucher.An der Mojito-Bar sorgen Handballerinnen vom KTV Wil für das Wohl der Hofchilbibesucher.
Die Mürztaler sorgen auch im Regen für gute Laune.Die Mürztaler sorgen auch im Regen für gute Laune.
11 Bilder

Hofchilbi

Er hätte es auch mit dem Schwert geschafft

Kaum je hatte man in den vergangenen Jahren mehr Platz, als der Sechsspänner in den Hof einfuhr. Der diesjährige Ehrengast Martin Sewer genoss die Fahrt hoch oben zu Ross trotzdem und machte sich bereit für den Fassanstich – mit dem Schwert.

In diesem für Bierliebhaber äusserst wichtigen Moment wurden die neutralen Besucherinnen und Besucher in den letzten Jahren beinahe zerdrückt. Anders am vergangenen Samstag. Rund zwei Dutzend Trinkfreudige, die Hälfte mit Regenschirm ausgestattet, drängelten möglichst nahe an das Bierfass und trauten dann in erster Linie ihren Augen nicht. Martin Sewer, Kung-Fu-Grossmeister und Inhaber der Kung-Fu-Schule Martin Sewer, wärmte sich auf. Dies jedoch ohne Holzhammer, sondern mit einem Schwert. Es machte den Anschein, als würde er tatsächlich mit dem Schwert das Fass anzapfen – seiner spontanen Performance folgte heiteres Gelächter. Für den richtigen Fassanstich nahm er dann jedoch den Holzhammer in die Hand.

Perfekter erster Schlag – trotz fehlendem Training

Schürze montiert, Zapfhahn anvisiert, ein Schlag und das Bier fliesst. Nur kurz nach seinem geglückten Auftritt sagte Sewer:

«Ich ging auf Nummer sicher. Ich habe nämlich gemerkt, dass nach dem ersten Schlag das Bier schon perfekt floss. Mit einem zweiten Schlag wollte ich aber sicherstellen, dass nichts von dem kostbaren Gut verloren geht.»

Für Sewer war es der erste Fassanstich – im Vorfeld dafür trainiert hat er, nach eigenen Aussagen, nicht.

Trainiert haben aber einige seine Kung-Fu-Schülerinnen und -Schüler. Diese zeigten auf dem Hofplatz, was es so auf sich hat, wenn man von Kung-Fu spricht und präsentierten eine tolle Kung-Fu-Show mit und ohne Waffen. Nach dieser Kampfkunsteinlage übernahmen, wie in den vergangenen Jahren, die Mürztaler das Zepter. Und jetzt strömte auch so langsam das Partyvolk immer zahlreicher daher; die Bar- und Essensstände freuten sich auf mehr Arbeit.

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