Bei besten Bedingungen

Bei der 49. Austragung des Uzwiler Buebeschwinget nahmen 250 Jugendliche teil. 2016 findet das «Fünfzigste» anlässlich des St. Galler Kantonalschwingfestes in Uzwil statt.

Ernst Inauen
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Siegerpose wie bei den Grossen. Der «böseste Bueb» in Henau. (Bild: Ernst Inauen)

Siegerpose wie bei den Grossen. Der «böseste Bueb» in Henau. (Bild: Ernst Inauen)

SCHWINGEN. Seit bald 50 Jahren hat das traditionelle Uzwiler Buebeschwinget weit über die Region hinaus einen hohen Stellenwert. Beim Sportplatz Rüti in Henau traten am dritten Samstag im August 250 Jugendliche im Alter von acht bis fünfzehn Jahren zum beliebten Sportanlass an. Neben dem eigenen Nachwuchs waren talentierte Jugendliche aus den Kantonen St. Gallen, den beiden Appenzell, Zürich, Thurgau und Schaffhausen vertreten. Jeweils zwei Jahrgänge wurden in vier Kategorien eingeteilt. Dass der Schwingsport in der Ostschweiz sehr populär ist, zeigte auch der Zuschaueraufmarsch, verfolgten doch schätzungsweise über 400 Sportfreunde die spannenden Kämpfe auf dem Schwingplatz.

Reibungslose Organisation

Der Vorstand des Schwingclubs Uzwil mit dem langjährigen Nachwuchstrainer Reto Büsser als OK-Präsident organisierte die Veranstaltung einmal mehr mustergültig. Der Verein durfte die Infrastruktur der Sportanlage Rüti in Henau und eine geeignete Wiese benutzen. Ebenso konnte der Club auf Helferinnen und Helfer aus Eltern- und Freundeskreisen zählen. Auch die äusseren Bedingungen waren hervorragend. Die Veranstalter konnten die fünf Sägemehlplätze auf dem trockenen Wiesengelände herrichten. Rund um den Festplatz stellten verschiedene Clubs ihre Zelte auf, damit die Buben nach ihren Einsätzen den Schatten nutzen konnten. Auch die Festwirtschaft wurde dank des prächtigen Wetters gut frequentiert. Dies bestätigte die Festwirtin Vroni Bäbler, die mit ihren rund zwölf Helferinnen und Helfern für das leibliche Wohl der Besuchenden und der Jugendlichen sorgte. Der neue Technische Leiter der Uzwiler Jungschwinger, Raphael Stössel, stand als versierter Speaker im Einsatz und informierte kompetent und zeitnah.

Anschwingen am Vormittag

Am Vormittag nahm die Jury mit Reto und Andy Büsser nach dem Appell die Zusammenstellung der ersten Paarungen vor. Dann hiess es für die Burschen, auf einem der fünf Sägemehlplätze anzutreten. Bei den ersten vier Begegnungen des Anschwingens galt es, genügend Punkte für das Weiterkommen zu ergattern. Schon bei den ersten Gängen verfolgten viele Eltern, Angehörige und Schwingerfreunde die spannenden Entscheidungen im Ring. Die Jungschwinger kämpften mit grossem Einsatz und setzten ihre in den Trainings erworbenen technischen Fähigkeiten ein. Geschenkt wurde dem Gegner nichts. Die «bösen Buebe» kämpften jedoch durchwegs mit fairen Mitteln. So kam es nur zu wenigen unbedeutenden Unfällen. Hingegen mussten etliche Wespenstiche versorgt werden.

Sehenswerte Schlussgänge

Wer die nötige Punktzahl erreichte, durfte am Nachmittag nochmals zwei Gänge absolvieren. Für die Schlussgänge stellte das Kampfgericht die Paarungen zusammen. In allen Kategorien sahen die Zuschauer spannenden und attraktiven Schwingsport des talentierten Nachwuchses. In der Kategorie A (2000/2001) siegte Cédric Galli, Schleinikon ZH. Im Schlussgang der Kategorie B (2002/2003) gewann David Lieberherr, Ennetbühl. In der Kategorie C entschied Andrin Habegger, Tägerschen, den letzten Gang. Punktgleich mit Silvio Hinrichs, Stein AR, belegte er Rang 1. Sieger der Kategorie D wurde Andrin Grob, Langrickenbach. Sämtliche Teilnehmer erhielten als Anerkennungspreis ein Badetuch. Für die ersten drei Ränge aller Kategorien konnten zusätzlich Zinnbecher als wertvolle Erinnerung abgegeben werden.