Begreifen, bekennen, bestehen

Am Auffahrtsdonnerstag fand die zweite diesjährige Konfirmation in der evangelischen Kirche Niederuzwil statt. 22 junge Menschen gestalteten den Gottesdienst mit Themen aus ihrem Konfirmationsunterricht.

Carola Nadler
Merken
Drucken
Teilen
Zweiundzwanzig junge Menschen feierten am Auffahrtsdonnerstag ihre Konfirmation. (Bild: can.)

Zweiundzwanzig junge Menschen feierten am Auffahrtsdonnerstag ihre Konfirmation. (Bild: can.)

NIEDERUZWIL. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden wurden in diesem Unterrichtsjahr sehr gefordert, so Sozialdiakonin Regina Pauli in ihrer Begrüssung. Sie hatten sich eigene Meinungen zu sozialen Themen und zum Glauben erarbeiten müssen – Rüstzeug für den Weg des Glaubens, den sie ab nun eigenverantwortlich und nicht mehr mit der Unterstützung von Eltern und Taufpaten zurücklegen müssen.

Gottes Poesie

In drei Teilen stellten die Jugendlichen ihre Gedanken zu den Themen «Begreifen», «Bekennen» und «Bestehen» vor. So hatten sie beispielsweise im Laufe des Jahres begriffen, dass Respekt und sozialer Zusammenhalt, Vertrauen und Verlässlichkeit unabdingbar für das Überleben sind. Ganz praktisch und hautnah wurde dies an einem eintägigen Outdoor-Camp in Fischingen erlebt, in welchem unter anderem jemandem ganz ohne Fremdhilfe über ein gespanntes Seil geholfen werden musste. Auch der Ausflug ins ehemalige KZ Dachau hinterliess tiefe Eindrücke in den jungen Menschen.

Auseinandersetzung

Jugendarbeiter Ruedi Eggenberger wandelte «Begreifen» in ein Wortspiel um, indem er einen am Beginn des Gottesdienstes verteilten Bleistift mit einem aufgeklebten Bibelzitat aufgriff: «Von allen Seiten umgibst Du mich, ich bin ganz in Deiner Hand.» Welche Zeichnung oder Poesie wohl bei Gottes Handschrift herauskommen würde? Farbe bekennen: Ein Credo müsse glaubhaft sein, «Sichtbar, erlebbar und verstehbar», wie ein Unternehmensberater geschrieben hatte.

Die Auseinandersetzung mit dem christlichen Glaubensbekenntnis der Jugendlichen jedenfalls hatten Hand und Fuss und zeugten von der ernsthaften Auseinandersetzung mit dessen Inhalt. Ein Interview schliesslich widmete sich der Thematik von bestandenen und noch zu bestehenden Prüfungen. Die Gemeinde wurde dabei aufgerufen, ihre bei zurückliegenden Prüfungen erfolgreich eingesetzten Werte wie Durchhalten, Ehrgeiz oder Glaube an den Erfolg wieder einzusetzen.