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Begehrte Henauer Säfte: Holderhof AG weiterhin voller Saft und Kraft

«Vom Feld in die Flasche», heisst der Slogan der Holderhof AG in Henau. Durch flexible Betriebsstrukturen und innovative Getränkekreationen wächst das Unternehmen stetig. Eine Erweiterung ist nötig geworden.
Zita Meienhofer
Mit der räumlichen Erweiterung auf dem Areal in Henau wird die Holderhof AG eine zweite PET-Abfüllanlage in Betrieb nehmen. (Bilder: PD)

Mit der räumlichen Erweiterung auf dem Areal in Henau wird die Holderhof AG eine zweite PET-Abfüllanlage in Betrieb nehmen. (Bilder: PD)

Flasche um Flasche mit orangefarbenem Inhalt stehen auf dem Förderband der Abfüllanlage. In der grossen Halle ist es kühl, der Duft von reifen Orangen lässt allerdings nach Sonne und Wärme sehnen. Auf dem Computermonitor der Anlage zeigt ein roter Balken an, dass an diesem Tag Fruchtsaft abgefüllt wird. Der grüne Balken sagt, dass gegen Abend ein Umbau an der Anlage erfolgen wird. Anschliessend gelangt ein anderes Produkt in die PET-Flaschen.

6000 gefüllte Flaschen verlassen stündlich die Anlagen der Holderhof AG in Henau. Bald werden es mehr sein. Denn mit dem Bezug eines Anbaus im Sommer wird eine zweite PET-Abfüllanlage installiert. «Eigentlich kommt dieser Schritt ein Jahr zu spät», sagt Christof Schenk, Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident der Holderhof AG, «denn neue Aufträge eines Grossverteilers sowie eines Discounters forderten bereits im letzten Jahr nach einer Erweiterung.» Schenk begründet: «Ich mache den nächsten Schritt erst, wenn alles bezahlt ist.»

Als 20-Jähriger das Unternehmen gegründet

2000 gründete Christof Schenk als 20-Jähriger die Holderhof Produkte AG in Niederwil mit dem Ziel der Herstellung und Vermarktung von Holunderrohstoffen sowie Holunderprodukten. Es war die eigentliche Fortsetzung seiner Diplomarbeit, die er zum Ende seiner Ausbildung als Landwirt schrieb. Sie beinhaltete die Realisierung des «Elderwood»-Holunderblütenweins — sein erstes Produkt. Die ersten Holunderbäume hatte er deshalb bereits zwei Jahre zuvor gepflanzt. Anschliessend an die Lehre absolvierte Christof Schenk die Handelsschule. Die Nachfrage nach Schenks Produkten nahm stetig zu, die Anbaufläche der Holunderkulturen musste bis auf zehn Hektaren erweitert und mit Kräuter-, Beeren- und Obstplantagen ergänzt werden. Dank Schenks Innovationsgeist wird die Produktepalette ständig erweitert. 2012 verlegte er den Produktionsstandort nach Henau, wo auf eigenen Produktions- und Abfüllanlagen Süssgetränke, Sirupe und frische Fruchtsäfte in PET-Flaschen und Bag-in-Boxen abgefüllt werden. 2014 wurde die Produktion mit einer PET-Flaschen-Blasmaschine ergänzt. Seit 2017 können auch Glasflaschen im eigenen Betrieb abgefüllt werden. Waren zu Beginn sieben Mitarbeitende bei Schenk tätig, erhöhte sich die Anzahl laufend auf 20 Mitarbeitende. (pd/zi)

Christof Schenk - Geschäftsführer Holderhof AG

Christof Schenk - Geschäftsführer Holderhof AG

Sechs Millionen Franken in Anlagen investieren

Nun folgt dieser nächste Schritt. Seit 2012 ist die Holderhof AG in den Räumen der Cleanfix AG in Henau eingemietet. 3000 Quadratmeter für Lager- und Büroräume im Erdgeschoss sowie für die Fabrikation im Untergeschoss belegt die Holderhof AG im Hauptgebäude im Loäcker 1 sowie 2000 Quadratmeter in einem Nebengebäude, das ebenfalls der Cleanfix gehört. Im Weiteren hat das Unternehmen eine Mitvereinbarung auf den 1. April für einen Hallenteil von 2000 Quadratmeter mit der benachbarten Möbelfabrik abgeschlossen. Und nun stehen zwischen dem Cleanfix-Gebäude und der Möbelfabrik Visiere.

Christof Schenk: «Es ist meine Strategie, dass wir uns in die Gebäude einmieten. Dann bleibt genügend Geld für die technischen Einrichtungen, die sehr teuer sind.»

Diese weisen auf den Anbau von 1500 Quadratmetern Fläche hin, den Cleanfix für die Holderhof AG realisiert. Diesen Neubau wird das Lebensmittelunternehmen im Rohbau mieten. Christof Schenk erklärt: «Es ist meine Strategie, dass wir uns in die Gebäude einmieten. Dann bleibt genügend Geld für die technischen Einrichtungen, die sehr teuer sind.» Bislang hatte die Holderhof AG rund acht Millionen Franken in die Anlagen investiert. «Für den neuen Maschinenpark wird mit sechs Millionen Franken gerechnet», sagt Schenk. Teuer ist vor allem der Aseptikbereich. Da ohne Konservierungsmittel gearbeitet wird, ist die Hygiene einer der wichtigsten Bereiche.

Die PET-Flaschen werden vor dem Abfüllen durch Erwärmen auf die richtige Form und Grösse geblasen.

Die PET-Flaschen werden vor dem Abfüllen durch Erwärmen auf die richtige Form und Grösse geblasen.

Kleiner Betrieb kann flexibel reagieren

Die Holderhof AG ist in den vergangenen sieben Jahren stark gewachsen. Im 2012 wurden rund 4 Millionen Flaschen pro Jahr abgefüllt, im vergangenen Jahr waren es 20 Millionen. Im 2019 rechnet Schenk mit 24 Millionen Flaschen. Der Betrieb sei für etwa 17 Millionen Flaschen gebaut. Damit die Termine eingehalten werden können, wird ausser sonntags im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet.

Schenk begründet das Wachstum mit der Struktur des Betriebs. Der sei klein und dadurch könne sehr flexibel agiert und auf Kundenwünsche eingegangen werden. Im Weiteren hat die Holderhof AG eine starke Fertigungstiefe. «Wir machen 20 Millionen Franken Umsatz mit 20 Mitarbeitenden.» Möglich sei dies, weil mit wenigen Ausnahmen alle Grundstoffe selber hergestellt werden.

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