Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Begegnungen bei Kaffee und Kuchen: Zwei Wilerinnen engagieren sich als ehrenamtliche Gastgeberinnen

Ursula Ammann und Helena Egli sind ehrenamtliche Gastgeberinnen im Sonntagstreff von Pro Senectute und im Quartiertreff Lindenhof.
Adrian Zeller
Helena Egli und Ursula Ammann leisten im Sonntagstreff Freiwilligenarbeit. «Wir sind gerne mit Menschen zusammen», sagte sie. (Bild: PD)

Helena Egli und Ursula Ammann leisten im Sonntagstreff Freiwilligenarbeit. «Wir sind gerne mit Menschen zusammen», sagte sie. (Bild: PD)

«Wir sind gerne mit Menschen zusammen», sagen Helena Egli und Ursula Ammann. So erklären sie auch ihre Motivation, um als Freiwillige den Wiler Sonntagstreff zu organisieren. Beide wechseln sich dabei ab. Seit dem Frühling dieses Jahres besteht dieses Angebot im Lindenhof- Quartiertreff. Es wurde von Beginn weg gut angenommen und entspricht offensichtlich einem Bedürfnis, wie beide Rentnerinnen betonen.

Rund 15 Personen verbringen jeweils gemeinsam den Sonntagnachmittag. «Oft tauchen zwei, drei neue Personen auf», erzählt Ursula Ammann, die lange Jahre ein Café im Lindenhofquartier geführt hat und daher mit der Rolle der Gastgeberin vertraut ist. «Einige Teilnehmende an den Treffs kennen mich noch von früher.»

Es kommen mehr Frauen als Männer

Helena Egli ihrerseits leitete früher für Pro Senectute Gruppen und hat sich dabei viel Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Menschen angeeignet, die ihr bei den Sonntagszusammenkünften zugute kommt. Die Teilnehmenden sind in verschiedenen Wiler Quartieren zu Hause, einige stammen aus umliegenden Gemeinden. «Alle sind bei uns willkommen», betonen die beiden Betreuerinnen. Im Angebot stehen nebst Geselligkeit auch Kaffee und Kuchen sowie verschiedene Mineralwasser. Der Kuchen wird von einer der beiden Frauen gebacken. Für die Verpflegung steht eine Spendenkasse bereit. Ein beschränktes Budget soll niemanden vom Besuch des Treffs abhalten. Der Anteil an Frauen ist erfahrungsgemäss in der Regel höher. Lachend sagen sie:

«Vielleicht würden mehr Männer kommen, wenn sie wüssten, wie hoch der Anteil an Single-Frauen ist.»

Besucherinnen erzählen von ihrem Schicksal

Gelegentlich findet sich am Sonntagnachmittag eine Jassrunde, öfters wird geplaudert und werden Kontakte gepflegt. Einige der Teilnehmenden sind alleinstehend und schätzen daher die Gelegenheit zum Austausch ganz besonders. Die Treffs wirken nachhaltig, es entstehen neue kollegiale Beziehungen. Einige Gäste, die sich gut verstehen, treffen sich auch unter der Woche mal auf einen Kaffee.

Manchmal erzählen einzelne Besucherinnen den Gastgeberinnen von ihren Schicksalen und aus ihren Leben. «Manchmal benötigt jemand Trost, den wir gerne geben», sagt Ursula Ammann. «Allerdings», betont sie, «sind wir nicht die Dargebotene Hand.»Mehr als Aufmerksamkeit und Anteilnahme können sie den von Beschwerden oder Sorgen Belasteten nicht geben. Sie weiss aus Erfahrung:

«Oft hilft es jedoch schon, wenn sie mal wieder den Kropf leeren können.»

Freiwilligenarbeit 60plus

Im Rahmen des Nanu-Forums «Freiwilligenarbeit 60plus» stellt die «Wiler Zeitung» in loser Folge vier Personen vor, die in unterschiedlichen Bereichen Freiwilligenarbeit leisten. Das Forum findet am Donnerstag, 14. November, von 9.30 bis 12 Uhr im katholischen Pfarreizentrum an der Lerchenfeldstrasse 3 in Wil statt. Die Teilnahme ist kostenlos; alle Interessierten sind eingeladen. Im Mittelpunkt stehen drei Referate: Lukas Niederberger von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft spricht zum Thema «Mich sinnvoll in der Gesellschaft einbringen – in und ausserhalb von Organisationen», Claudia Kraus von der Stiftung Zeitvorsorge orientiert über «Länger zu Hause bleiben mit Zeitvorsorge» und Ueli Rickenbach von der Kontaktstelle benevol-jobs.ch widmet sich dem Thema «Freiwilligenarbeit mit Benevol-jobs.ch». Organisator ist das «Netzwerk Alter – Nachhaltig unterwegs» (Nanu); eine Arbeitsgruppe des Wiler Forums für Nachhaltigkeit (wifona). Weiter gibt es ein World-Café zum Austausch mit Freiwilligen und Freiwilligenorganisationen sowie einen Infostand der Bibliothek und der Pro Senectute. Weitere Informationen unter www.wifona.ch. (hs)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.