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BEGEGNUNG: In Gemeinschaft schmeckt es besser

Im «Romeo», Restaurant und Pizzeria am Oberuzwiler Dorfplatz, finden nach einem Unterbruch wieder die beliebten Senioren-Mittagessen statt.
Kathrin Meier-Gross
Mitorganisatorin Ruth Straub im Gespräch mit Rösli Wagner und Josef Rickenbacher. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Mitorganisatorin Ruth Straub im Gespräch mit Rösli Wagner und Josef Rickenbacher. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Es sind herzliche Begrüssungsszenen, die sich vor dem ehemaligen Restaurant Dorfplatz in Oberuzwil abspielen. «Hoi! Wie geht’s?» Und schon wird gescherzt und erzählt. Man(n) und Frau ist per Du und freut sich, dass es nach der viermonatigen Pause wieder den Treffpunkt «Senioren-Mittagessen» gibt.

Die Organisatorinnen, Silvia Weibel, Ruth Straub, Margrit Sahli, Marianne Schilling und Alexandra Meier, begrüssen die Gäste mit Handschlag. Sie nutzen die Gelegenheit, die neue Wirtin und Köchin Difa Simani vorzustellen. Initiiert wurden die Senioren-Mittagessen in Oberuzwil vor gut 30 Jahren von Frauen der evangelischen und katholischen Kirchgemeinden.

Gespräche zwischen den Gängen

Von der ersten Stunde an dabei war Margrit Brunner. Zuerst als Helferin, jetzt als Teilnehmerin. Sie koche zwar gerne für sich zu Hause, schätze aber die Gesellschaft mit anderen Menschen, sagt die rüstige Seniorin. Zudem gebe es dann vollständige Menus, und wer danach noch Hunger habe, erhalte eine zusätzliche Portion. Während der leichte Frühlingssalat gegessen wird, kehrt kurz Ruhe ein. Tagesaktualitäten werden besprochen, die rege Bautätigkeit, die überall im Dorf Spuren hinterlässt. Josef Rickenbacher, der mit seiner Schwester Agnes gekommen ist, erwähnt den Maibaum, den der Männerchor demnächst auf dem Dorfplatz aufstellen wird. Und um den herum man doch gäbig tanzen könnte, schlägt Trudi Bieri übermütig vor.

Trudi Bieri ist eine lebensfrohe Person. «Man muss unter die Leute gehen, sonst fällt man in ein Loch. Die Leute kommen nicht selber auf einen zu, man muss die Kontakte suchen.» Darum unterhält sie mit ihren Nachbarinnen ein gutes Beziehungsnetz. Und sie geht alle zwei Wochen Jassen. Jeden zweiten Donnerstag im Monat besucht sie den Mittagstisch im Bichwiler «Ochsen» und jeden dritten Donnerstag denjenigen im Alters- und Pflegeheim Wolfgang.

Mittlerweile steht der Kartoffelstock mit Fleischkäse auf dem Tisch, serviert von den Organisatorinnen. Früher sei nach dem Essen oft gespielt oder gejasst worden, erinnert sich Silvia Weibel. Dieses Bedürfnis scheint zurzeit nicht vorhanden zu sein. Als Geschäftsfrau habe sie früher einfach keine Zeit gehabt zum Spielen, sagt Rösli Wagner. Dafür macht sie, was sie schon als Bäckersfrau auszeichnete, sie interessiert sich für das Leben ihrer Mitmenschen. Bis das Dessert gegessen und der Kaffee getrunken ist, wird manch persönliche Erfahrung ausgetauscht.

Kathrin Meier-Gross

redaktion@wilerzeitung.ch

Hinweis

Senioren-Mittagessen jeden ersten Donnerstag im Monat im ehemaligen Restaurant Dorfplatz

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