Befürchtung, dass der «Turm» zu dauerhaftem Provisorium wird

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Wil «Wer kann es sich leisten, ein Gebäude zu kaufen, ohne dafür ein Nutzungskonzept zu erstellen?», fragte Marcel Malgaroli, FDP, in seiner Stellungnahme zur Antwort seiner Interpellation «Turm - wie weiter?» an der Parlamentssitzung am Donnerstagabend. 2013 hat das Parlament dem Kauf des «Turms» an der Tonhallestrasse zugestimmt. Ende Jahr wird die Liegenschaft nun in den Besitz der Stadtübergehen. Eine Projektgruppe sollte nach dem Kauf Nutzungsoptionen aufzeigen.

Zweieinhalb Jahre sei gar nichts passiert, sagte Malgaroli. Dann sei ein Architektenteam mit einer Machbarkeits- und Nutzungsstudie beauftragt worden, deren Erstellung ein weiteres Jahr gedauert habe. Als Resultat wurden verschiedene Varianten erarbeitet: die Varianten «Mini», «Midi», «Maxi» sowie in einer weiterführenden Projekterarbeitung eine Variante «Null».

Nutzungskonzept bis Ende Jahr

Anhand dieser Optionen und einer Umfrage unter potenziellen Nutzern soll im vierten Quartal 2017 eine erste Fassung des Nutzungskonzepts vorliegen. «Fast fünf Jahre hat es also gedauert, bis ein erstes Nutzungskonzept vorliegt», sagte Malgaroli. Wie dieses aussehen und ob es eine Mehrheit finden werde, sei jedoch noch unklar. Die IG Kultur mehrmals das Gespräch mit der Stadt gesucht, ohne eine Rückmeldung zu erhalten. Das entspreche keinem Meinungsaustausch, von dem in der Antwort des Stadtrats die Rede sei. «Ich befürchte, dass aus dem «Turm» ein dauerhaftes Provisorium, also ein Providurium, wird», so Malgaroli. Er hoffe aber, dass das angekündigte Nutzungskonzept einen Mehrwert für Kulturschaffende und die Bevölkerung biete. Mit der Antwort des Stadtrats war Malgaroli nicht zufrieden. (gia)