BEACHVOLLEYBALL: Ziel: Ausrufezeichen setzen

Nächste Woche beginnt für den Amriswiler Marco Krattiger und den Joner Nico Beeler die Saison. Die beiden spielten schon 2014 zusammen. Jetzt planen sie langfristig.

Ralf Rüthemann
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Die Ostschweizer Marco Krattiger und Nico Beeler wollen sich international behaupten. (Bild: PD)

Die Ostschweizer Marco Krattiger und Nico Beeler wollen sich international behaupten. (Bild: PD)

Ralf Rüthemann

ralf.ruethemann@thurgauerzeitung.ch

Während der vergangenen zwei Jahre hat der 22-jährige Thurgauer Beachvolleyball-Profi Marco Krattiger Erfahrungen mit älteren Beachpartnern gesammelt. Zuerst mit Sébastien Chevallier und dann mit Jonas Kissling. Ab dieser Saison spielt er wieder, wie schon im Jahr 2014, mit seinem Kollegen Nico Beeler (23) aus Jona zusammen. Krattiger und Beeler kennen sich schon seit der Juniorenzeit im Hallenvolleyball. Nun haben die beiden Ostschweizer noch einiges vor, nicht nur in diesem Jahr.

Marco Krattiger, nächste Woche beginnt bereits die Turniersaison. Sind Sie gut vorbereitet?

Ja, ich glaube schon. Aber man muss sagen, dass die beiden Turniere, die nun anstehen, mehr zur Standortbestimmung dienen. Zuerst spielen wir vom 7. bis 12. Februar in Fort Lauderdale, Florida, in der Qualifikation. Danach steht auf Kish Island, einer iranischen Insel im Persischen Golf, ein weiteres Turnier an. Dort starten wir direkt im Hauptfeld. Nach diesen ersten Standortbestimmungen gehen wir wieder in ein dreiwöchiges Trainingslager nach Spanien.

Wie ist es für Sie, wieder mit Nico Beeler spielen zu können?

Wir verstehen uns super und passen auch vom Spielstil sehr gut zusammen. Ich freue mich sehr auf die Saison. Natürlich haben wir noch Verbesserungspotenzial. Uns mangelt es im Vergleich zu anderen Teams natürlich noch an der Erfahrung. Die meisten Topteams sind älter als wir und spielen schon mehrere Jahre auf der Tour.

Steht der Turnierplan für die kommende Saison?

An den Turnieren in Klagenfurt, Long Beach in Kalifornien und in Gstaad nehmen wir sicher teil. Ansonsten ist es einfach unser Ziel, an möglichst vielen weiteren Major-Turnieren dabei zu sein.

Und finanziell, sind Sie da bereits auf der sicheren Seite?

Finanziell ist es momentan noch ziemlich schwierig. Wir versuchen mit einer Marketingfirma, etwas Neues aufzubauen und Krattiger-Beeler als Marke zu verkaufen, mit einem Logo und allem Drum und Dran. Ansonsten haben wir noch keine neuen Sponsoren gefunden. Ein wesentlicher Teil unseres Einkommens besteht momentan aus dem EO von der Spitzensport-RS und einem Beitrag der Schweizer Sporthilfe.

Was ist Ihr Saisonziel?

Wir wollen international Ausrufezeichen setzen können und immer wieder mal in einem grossen Turnier weit nach vorne kommen. Genaue Resultate haben wir nicht abgemacht. Wir wollen einfach sicher die Nummer eins der Schweiz bleiben und uns im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio stetig verbessern.

Was wird vom Verband erwartet?

Es wird schon sehr weit vorausgedacht. Das langfristige Ziel des Schweizer Verbandes ist eine Medaille an den Olympischen Spielen 2024.