BEACHVOLLEYBALL: Sandfelder-Bau wird konkret

Volleyball auf Sand zu spielen ist ein lange gehegter Wunsch von Volley Flawil. Aus dem Bedürfnis ist nun ein konkretes Projekt geworden. Das Baugesuch soll demnächst eingereicht werden.

Andrea Häusler
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Die Beachvolleyballanlage in der «Degenau» in Jonschwil. Ähnlich dieser sollen die Flawiler Sandfelder gebaut werden. (Bilder: Gaby Schneeberger)

Die Beachvolleyballanlage in der «Degenau» in Jonschwil. Ähnlich dieser sollen die Flawiler Sandfelder gebaut werden. (Bilder: Gaby Schneeberger)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

«Wir machen trotzdem weiter.» Diese Aussage hatte Gaby Schneeberger vor knapp einem Jahr gemacht, als sich Volley Flawil mit dem Projekt «Beachvolleyballfelder» am Jubiläumswettbewerb der St. Galler Kantonalbank beteiligt hatte und offen war, ob die Idee finanziell unterstützt würde. Preisgelder gab es letztlich keine. Was Gaby Schneeberger entschlossen angekündigt hatte, wurde hingegen umgesetzt. Der Verein hat weitergemacht und ein Projekt erarbeitet, das derzeit von der Flawiler IG Sport vorgeprüft, anschliessend dem Gemeinderat beantragt und dann als Baugesuch zur Bewilligung eingereicht werden soll.

Standort bei der Schulanlage Botsberg

Ursprünglich hatte der Verein den Standort Oberstufenschulhaus Feld favorisiert gehabt. Diese Variante ist mittlerweile vom Tisch. «Auf X Umwegen sind wir schliesslich auf dem Botsberg-Areal gelandet», sagt Gaby Schneeberger. Nachdem die ebenfalls abgeklärten Standorte «Sandplatz Reithalle» bzw. «Areal BZWU-Mattenhof» aus verschiedenen Gründen ausser Betracht gefallen seien. Den nun gewählten Bauplatz bezeichnet sie als geradezu ideal. Nicht nur deshalb, weil die Anlage auch für eine öffentliche Nutzung gedacht ist und die sanitären Anlagen der Botsberghalle mitbenützt werden können, sondern weil der Hausdienst der Schule hin und wieder einen Kontrollblick auf die Felder werfen könne. Die Wiese zwischen Wilerstrasse und Botsberghalle liesse sich so für Fussball, Volleyball und weitere Outdoor-Aktivitäten nutzen. Vorgesehen ist der Bau einer sogenannt aufgesetzten Anlage, wie sie in der Jonschwiler Degenau gebaut worden ist.

Veranschlagte Kosten von gut 100000 Franken

Finanziert werden sollen die beiden Beachvolleyballfelder, deren Bau aufgrund bereits eingeholter Offerten knapp über 100000 Franken kosten dürfte, mit Stiftungs- und Sponsorengeldern. Gaby Schneeberger könnte sich eine Form von Bandenwerbung vorstellen – ebenfalls gemäss dem Vorbild aus Jonschwil. Nebst der für solche Zwecke bestimmten Eduard- Grüninger-Stiftung soll auch die GGA angefragt werden. Die Genossenschafter hatten nach dem Ende der Geschäftstätigkeit der Gross-Gemeinschafts-Antennenanlage vor zwei Jahren entschieden, deren Restvermögen für gemeinnützige Zwecke zu Gunsten der Flawiler Bevölkerung einzusetzen. Von der Gemeinde erhofft sich Gaby Schneeberger statt einer finanziellen Beteiligung die Übernahme der Unterhaltskosten.

Trotz inzwischen fortgeschrittener Planung ist offen, wann die Spielfelder in Betrieb genommen werden können. «Könnte noch dieses Jahr gespielt werden, wäre das natürlich super», sagt Gaby Schneeberger. Wobei sie einräumt, dass dies realistischerweise wenig wahrscheinlich sei.