Bazenheid in Herisau nach Verlängerung ausgeschieden

FUSSBALL. Bazenheid machte sich das Leben selber schwer und wollte die Führung nach der Pause über die Runden schaukeln. So schien es jedenfalls von aussen, denn die Gäste zogen sich sehr weit zurück, überliessen Herisau das Spieldiktat und wurden dafür prompt bestraft.

Beat Lanzendorfer
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Die erste Hälfte präsentierte sich offen, mit den etwas grösseren Möglichkeiten für die Appenzeller. Vorerst zielte Looser bei seinem Kopfball aber zu hoch (15.), dann zeichnete sich Torhüter Recine gegen Wieland aus (21.). Auf der Gegenseite kamen Cakir und Izmirlioglu zu guten Möglichkeiten, richtige Gefahr konnten sie aber nicht heraufbeschwören. Dies änderte sich praktisch mit dem Pausenpfiff. Izmirlioglu schickte rechts Cakir, dieser setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch, düpierte auch Schlussmann Gysi und schloss gekonnt zum 0:1 ab – der Fahrplan der Toggenburger stimmte.

Zwei Tore innert drei Minuten

Dann sollte lange Zeit nichts mehr passieren. Bazenheid igelte sich ein, Herisau konnte trotz Feldüberlegenheit keinen Profit ziehen. Bei den wenigen Torchancen wurde zu ungenau gezielt oder dann landete der Ball in den Händen von Recine. Bis zur 75. Minute – dann fasste sich der freigespielte Wieland ein Herz. Seinen scharf getretenen Ball lenkte Recine zum 1:1 ins eigene Tor ab. Vorausgegangen war ein Foul im Mittelfeld an Gregorin, das allerdings nicht geahndet wurde. Zwei Minuten später lagen die Gastgeber sogar in Front. Keller stieg am höchsten, war vor Recine am Ball und traf nach einem Freistoss mit dem Kopf zum 2:1 – die Bedingungen hatten innert Kürze gedreht.

Ausgleich und Verlängerung

Erst jetzt erwachten die Bazenheider wieder aus ihrer Lethargie und verstärkten die Offensive. Vier Minuten vor dem Schlusspfiff wurden die Bemühungen belohnt. Izmirlioglu wurde vor dem Strafraum gefoult, den fälligen Freistoss verwandelte er gleich selber zum 2:2-Ausgleich – die Verlängerung war Tatsache. In dieser ging lange wenig, die Mannschaften neutralisierten sich gegenseitig und je näher der Ablauf der 30 Minuten kam, desto mehr stellte man sich auf das Elfmeterschiessen ein. So weit liess es Petersen nicht kommen. Nach 81 Minuten eingewechselt, knallte er drei Minuten vor Ablauf der Zusatzschlaufe den Ball aus 20 Metern perfekt unter die Latte. Das wars, Herisau war in der nächsten Cuprunde. Bazenheid muss sich den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig für den Sieg getan zu haben – ein Weiterkommen wäre kein Ding der Unmöglichkeit gewesen.

FC Herisau – FC Bazenheid 3:2 n.V. (0:1, 2:2) – Sportanlage Ebnat – 170 Zuschauer – SR Rrustemi – Tore: 45. Cakir 0:1, 75. Wieland 1:1, 77. Keller 2:1, 86. Izmirlioglu 2:2, 117. Petersen 3:2. FC Herisau: Gysi; Höhener (60. S. Looser) , Schuler, Keller, Caamano; Schmid, Follador, D. Looser, Grillo (81. Petersen); R. Schoch (60. Arslan), Wieland.

FC Bazenheid: Recine; Ott, Gebert, Schrepfer, Atak (74. Marjakaj); Cakir, Musliji, Gregorin, Üsküp; Izmirlioglu, Maksuti (64. Elmazi/110. Nesci).

Verwarnungen: Bazenheid: 8. Maksuti, 40. Cakir, 45. Musliji, 70. Ott, 72. Gebert, 76. Gregorin (alle Foul). Herisau: 8. Keller (Unsportlichkeit), 89. D. Looser (Reklamieren).

Bemerkung: Bazenheid ohne Baumann, Dölger und Schneider (alle verletzt), Cristiani (krank), Seiler (nicht im Aufgebot).